Reetzerhütten: Sommer in der Gärtnerei Köhler

Reetzerhütten. Die Gewächshäuser der Gärtnerei Köhler sind ein Paradies für Gartenfreunde. Die Frühjahrsblüher sind so gut wie verschwunden, jetzt beginnt die Sommersaison. „Eigentlich sind wir schon voll drin“, bestätigt Inhaberin Anett Blasche und freut sich über die frostfreien Nächte. Das macht ihr und auch den Hobbygärtnern vieles leichter. Tausende Gemüse- und Blumenpflanzen hat Anett Blasche mit ihren drei Kolleginnen und der Hilfe von Papa Helmut gezogen. Der 86 jährige hilft immer noch mit, obwohl manchmal der Rücken schmerzt. „Ohne ihn wäre ich manchmal aufgeschmissen“, sagt seine Tochter dankbar.

Die meisten Gemüsepflanzen zieht die Gärtnerei selbst, sie sind also von der Aussaat bis zum Verkauf Eigenproduktionen. Begonnen wird damit im März in vorgeheizten Gewächshäusern. Später kommen die Blumenjungpflanzen dazu. Diese bekommt Anett Blasche als Minipflänzchen geliefert und muss sie auseinandertopfen und für den Verkauf fertig machen. Die Kunden wissen die Qualität der Pflanzen zu schätzen. Tomaten, Paprika, Gurken, Kohlrabi, Salat, Sellerie und Porree füllen derzeit die Gewächshäuser. Besonders bei den Tomaten hat sich viel getan. Zu DDR- Zeiten war die Sorte Harzfeuer beliebt. Diese wird jedoch kaum noch nachgefragt, jetzt hat Anett Blasche viele andere im Angebot. „Große, kleine, rote gelbe, es ist alles dabei“, schmunzelt sie. Weil der Platz begrenzt ist, kauft sie nach Bedarf Aubergine, Zucchini und Kürbispflanzen dazu. Auch die sind also im Angebot.

Die Gärtnerei zieht auch seit Jahren die Sommerbepflanzung für die Teppichbeete im Wiesenburger Park. Dieses Jahr wird dabei die farbliche Wirkung nur durch Blattschmuckpflanzen erzielt. Alternanthera, auch Papageienblatt genannt, Iresinen und Silberblatt stehen diesmal auf der Anzuchtliste. 2.500 Stück hat die Gärtnerei gezogen – und sie wachsen schon recht gut.

Aber auch der Blumenfreund hat eine große Auswahl. Viele Leute bringen ihre Balkonkästen und Kübel, die dann nach Kundenwünschen bepflanzt werden mit Geranien, Petunien oder Männertreu. Auch Fuchsien sind sehr beliebt. Dieser Service wird jedes Jahr mehr angenommen, in den Gewächshäusern kann man schon einige der bepflanzten Gefäße bewundern. Auch für das Verwaltungsgebäude in Wieseburg sind die Kästen schon fertig.

Einmal wöchentlich fährt Anett Blasche zum Großmarkt. Dort kauft sie neben Stauden und Kräutern auch Schnittblumen ein. Und hält Ausschau nach besonderen Wünschen ihrer Kunden. Bei Kräutern ist Bio ein großes Thema. Und natürlich fertigt sie Blumenschmuck für Festlichkeiten wie Hochzeiten, Jugendweihen und Geburtstage und auch für Beerdigungen. Im kleinen Laden hat Anett Blasche passend zu den Pflanzen auch viel Dekoration. So kann der Kunde alles aufeinander abstimmen.

„Wichtig ist für die Kunden zu wissen, dass wir trotz der Baustelle erreichbar sind”, sagt Anett Blasche, „und das auch mit dem Auto.“ Es gibt also keine weiten Fußwege. Wichtig für diejenigen, die nicht nur viele Pflanzen, sondern auch Säcke mit Erde kaufen wollen. Auch da hat die Gärtnerei ein breit gefächertes Angebot, so dass die gekauften Pflanzen auch wirklich gut gedeihen.

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