Es dröhnten die Motoren auf dem Reetzer Mühlenberg

Reetz. Enduro fahren kennen die meisten als Fahren in freiem Gelände, also über Stock und Stein. Beim Hardenduro wird noch einmal eine Schippe drauf gepackt. Hierbei müssen die Fahrer zusätzliche Hindernisse überwinden. Es ist bereits die vierte Veranstaltung auf dem Reetzer Mühlenberg unter Verantwortung des MSC Burg Eisenhardt Bad Belzig. Die Bedingungen waren gut, hatte es doch in der Nacht etwas geregnet, was die Staubaufwirbelungen minimierte. Die DOWATEK HardEnduroSeries trug bereits im letzten Jahr dort das Finale aus. Die gesamte Serie besteht aus acht Rennen.

Die Vorbereitung der Strecke kostete eine Menge Arbeit. Dafür gab es viel Lob, da in den letzten Monaten viele neue Hindernisse entstanden sind und ausgefahrene Streckenteile neu hergerichtet wurden. Die Fahrer mussten mit ihren Maschinen zum Beispiel ein Steinfeld überwinden, durch einen Container fahren und verschiedene Podeste bezwingen. Auf den Hügeln flogen sie einige Meter durch die Luft. Im Finale ging es zusätzlich durch ein Schlammbecken.

Bereits beim Prolog mussten die Fahrer alles geben, denn dabei ging es um die besten Startplätze für die beiden Gruppenrennen. Die verhältnismäßig lange Schleife enthielt bereits einige Hindernisse, die den Teilnehmern alles abverlangten. In den beiden Gruppenrennen fuhren die Motorsportler 80 Minuten plus 1 Runde. Die 20 Besten aus den Gruppenrennen durften im Finale noch einmal ran. Dabei wurden 50 Minuten plus 1 Runde gefahren. Der Schwierigkeitsgrad wurde noch einmal erhöht. Der Start der Gruppenrennen erfolgte in drei Startreihen.

Es waren 78 Teilnehmer angereist. Deutlich mehr als erwartet, fanden doch gleichzeitig auch internationale Rennen statt. Die Fahrer kamen neben Deutschland auch aus der Schweiz, Polen und Estland.

Seit 2018 immer mit dabei ist Norbert Günther. Sein Sohn Denis ist verantwortlich für die Organisation und den technischen Ablauf. Es wurde eine eigene Zeitnahme mit Transponder angeschafft, wie man es zum Beispiel aus dem Biathlonsport kennt.

Papa Günther unterstützt seinen Sohn, wo er kann. Der Rentner ist eng mit dem Motorradsport verbunden, denn er stammt aus Zschopau, wo in der DDR die MZ gebaut wurde. Als Jugendlicher ist er selbst gefahren, bis zu einem Unfall, der ein Weitermachen ausschloss. „Das Ansehen dieser Sportart ist international sehr gestiegen“, stellte Norbert Günther fest. Früher gab es bestenfalls Fotos von Veranstaltungen, heute wird ausführlicher berichtet. 2020 waren sie das erste Mal in Reetz, wegen Corona war das auch das einzige Rennen ohne Zuschauer.

Milan Schmüser ging als Sieger der Veranstaltung hervor. Er meisterte alle Schwierigkeiten am besten und am schnellsten. Besonders im Container hatten manche ihre Schwierigkeiten und mussten absteigen. Auch das Steinfeld war eine große Herausforderung. Für die Zuschauer waren die Hindernisse ein Anziehungspunkt, da die Fahrer vorher ihre Geschwindigkeit auf ein Minimum reduzieren mussten. So konnte man die Geschicklichkeit genau beobachten.

Einen ausführlichen Bericht über das Reetzer Rennen gibt es hier: https://www.hardenduro-germany.de/2023/05/07/schmueser-besitzt-die-besten-faehigkeiten-im-sand-in-reetz/

Die nächste Veranstaltung findet im Enduropark Reisersberg statt. Interessenten können sich hier informieren: https://mcc-reisersberg.de/

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