Sport frei in Wiesenburg

Wiesenburg. Wie viel Kilometer kann man in einer Stunde laufen? Eine ganze Menge, zeigten die Teilnehmer des 25. Stundenpaarlaufs am vergangenen Samstag in Wiesenburg. Während des Vereinssportfestes des TSV Wiesenburg zeigten 18 Teilnehmer ihre Ausdauer. Die Regeln sind einfach. Jeweils ein Paar muss innerhalb einer Stunde so viele Kilometer wie möglich abspulen. Dabei darf immer nur Einer auf der Strecke sein. Jüngster Teilnehmer war der fünfjährige Jori, der gemeinsam mit Opa Detlef Stolle auf die Aschenbahn ging.

Beeindruckt haben Sonja Söchting und Rita Schubert. Die beiden Frauen waren mit 67 und 69 Jahren die Ältesten im Teilnehmerfeld und haben immerhin 11,6 Kilometer geschafft. Beide haben derartige Läufe schon an anderen Orten mitgemacht. Sage und schreibe 14,7 Kilometer liefen Axel Schmidt und Alf Huyoff aus Wittenberg und absolvierten dabei 36 Stadionrunden. Damit waren sie auch die Gesamtsieger des Wettbewerbs. Ansonsten wurden die Sieger nach Altersklassen ermittelt. Neben Urkunden gab es Medaillen und Sekt zum Anstoßen für die Teilnehmer, die Kinder erhielten Süßigkeiten.

Auf dem Sportplatz und in der Turnhalle präsentierten sich die verschiedenen Sektionen des Sportvereins. „Wir müssen als Verein wieder richtig zusammenwachsen“, so der Vereinsvorsitzende Marco Schippenbeil. Deshalb gab es nach längerer Pause wieder ein gemeinsames Sportfest der Vereinsmitglieder und Gäste.

Zu Beginn wurde sich mit Zumba- Übungen erwärmt. An den Stationen der Sektionen konnte sich nun jeder ausprobieren. Dafür hatten sich die Sektionsmitglieder jeweils kleine Aufgaben ausgedacht. So hieß es beim Tischtennis nicht einfach nur, den Ball über das Netz zu schlagen, sondern damit auch Becher zu treffen. Gar nicht so einfach, wie selbst erfahrene Tischtennisspieler feststellen mussten. Die Tischtennisspieler sind die einzigen Sportler des TSV im Ligabetrieb.

Beim Kinderturnen ging es über Bänke, durch Ringe und durch Tunnel. Da machten auch viele Erwachsene mit und hatten beim Sackhüpfen meist das Nachsehen. Bei den Gymnastikübungen kamen die Teilnehmer ganz schön ins Schwitzen. Aber jeder wollte alle Stationen durchlaufen, denn es wartete eine Belohnung. Mit einer Urkunde konnte man sich an jeder Station einen Stempel abholen. Wer alle geschafft hatte, bekam eine große Kugel Eis.

Seit einem Jahr gibt es ein gemeinsames Fußballprojekt des TSV mit der Fußballschule Awizio aus Kloster Lehnin. Diese hatte für das Sportfest auch ein kleines Fußballturnier organisiert. Eine Kindermannschaft aus Damsdorf spielte gegen den Wiesenburger Fußballnachwuchs. Und sie standen im kämpferischen ihren großen Vorbildern in nichts nach. Letztlich gewannen die Wiesenburger mit 3:0. Eigentlich sollte noch eine weitere Mannschaft dabei sein, die jedoch kurzfristig abgesagt hatte. Aber es fanden sich auch für die zweite Runde noch genügend Freizeitkicker zusammen, um gegeneinander zu spielen.

Neben sportlicher Betätigung konnte man es sich aber auch einfach nur gutgehen lassen. Kaffee, Kuchen, Eis und Gegrilltes sorgten für eine lockere Stimmung. Und wer gut aufpasste, erfuhr durch Marco Schippenbeil auch noch etwas über die Geschichte des Wiesenburger Sports. Vielleicht hat das Sportfest auch dazu beigetragen, dass der Verein Mitglieder gewinnt und sich mehr Menschen für Freizeitsport interessieren.

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