Ingo Kampf, Zukunft Bad Belzig

Ingo Kampf – Ein Schwergewicht in der Bad Belziger Kommunalpolitik

Stadt Bad Belzig. Ingo Kampf aus Bad Belzig ist seit 2010 Stadtverordneter und seit 2014 Stadtverordnetenvorsteher. Auch in der kommenden Legislaturperiode möchte der 54-Jährige Bankkaufmann in der Kommunalpolitik mitreden. Er ist einer von 61 Kandidaten, die sich am 9. Juni 2024 zur Wahl stellen. Im Interview stellt er sich den Fragen von Fläming 365.

Bärbel Kraemer: Herr Kampf, was waren ihre Beweggründe, sich kommunalpolitisch zu engagieren und was treibt sie heute an?

Ingo Kampf: Bereits in den 1990er Jahren wurde ich vermehrt darauf angesprochen, ob ich nicht für die Stadtverordnetenversammlung kandidieren möchte. Damals lag mein Schwerpunkt jedoch noch bei der Feuerwehr bzw. dem Verein. 2008, nach einem Gespräch mit dem damaligen Bürgermeister Peter Kiep, fasste ich den Entschluss, zu kandidieren. Ich wollte die Entwicklung der Stadt und der Ortsteile mitgestalten, Problemfelder angehen und Lösungsansätze finden. Peter Kieps Argumente lauteten damals: „Du bis jung, offen, engagiert und hilfsbereit.“ Mittlerweile arbeite ich nach Hannelore Klabunde-Quast und Roland Leisegang mit dem dritten Bürgermeister, Robert Pulz, zusammen und würde es gern weiter tun. Die Erfahrungen und Sachkenntnisse, die ich in den vergangenen 14 Jahren erworben habe, möchte ich auch künftig zum Wohl der Gemeinschaft einbringen.

Bärbel Kraemer: Welche Erfahrungen haben sie in all den Jahren in der Kommunalpolitik gesammelt?

Ingo Kampf: Ich habe viele positive, aber auch negative Erfahrungen gesammelt. Zu den negativen gehören beispielsweise die Insolvenz der Stadtwerke und das Abwahlverfahren des vormaligen Bürgermeisters. Zu den positiven Erfahrungen gehört das wertschätzende Miteinander in der Stadtverordnetenversammlung, der Grundbaustein für die gute Entwicklung der Stadt war. Blinder Aktionismus und übertriebener Betätigungsdrang führen in den meisten Fällen zu langjährigen Prozessen und höheren Kosten. Deshalb werbe ich immer wieder für eine konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit.

Bärbel Kraemer: Wo lag in der Vergangenheit die größte Herausforderung und wo glauben Sie, wird sie in der Zukunft liegen?

Ingo Kampf: Bei den Finanzen. Die aktuellen Herausforderungen sind aus heutiger Sicht auch die Herausforderungen aus der Vergangenheit und werden die der Zukunft sein. Beschlüsse, die getroffen wurden und uns gegenwärtig noch begleiten, sollten mit Blick auf die Zukunft angepasst werden. Unter anderem wünsche ich mir, dass in jedem Fall der Schul- und der Feuerwehrbau zu einem guten Ende gebracht werden.

Bärbel Kraemer: 61 Kandidaten hoffen auf ein Mandat in der 22 Sitze zählenden Stadtverordnetenversammlung. Sie stehen für 16 Wahlvorschlagsträger (Parteien, Wählergruppen, Einzelbewerber). Fürchten Sie, dass das Ergebnis aus dieser großen Zahl die Zusammenarbeit erschweren könnte?

Ingo Kampf: Diese Zahl ist beeindruckend. So haben die Wähler eine große Auswahl. Ich vertrete den Stadtpunkt, dass die Kommunalwahl eine Personenwahl ist. Natürlich kann eine große Zahl an Fraktionen und Einzelbewerbern die Arbeit und Beschlussfassung erschweren. Deshalb wünsche ich mir, dass in den nächsten Jahren konstruktiver und lösungsorientierter gearbeitet und Themen und Projekte kritischer hinterfragt werden.

Bärbel Kraemer: Sie treten am 9. Juni für die Wählergemeinschaft Zukunft Bad Belzig an. Was gab den Ausschlag?

Ingo Kampf: Ich bin im letzten Jahr aus der SPD ausgetreten und seitdem partei- und fraktionslos. Über diesen Schritt habe ich im Vorfeld lange nachgedacht. Am Ende gaben die kommunalpolitische Arbeit und die Insolvenz der Stadtwerke den Ausschlag. Deshalb aufzugeben, kam für mich nicht in Frage. Peter Kiep sagte einmal zu mir: „Nicht jede Entscheidung, die du in deiner Amtszeit triffst, wird richtig sein. Sei immer ehrlich zu dir, auch wenn eine Entscheidung korrigiert werden muss.“ Hannelore Klabunde-Quast gab mir während unserer Zusammenarbeit den Rat, nicht aufzugeben, wenn es schwer wird, sondern Begonnenes, zu Ende zu führen. Ich sehe die Aufgaben, die ich mir für die Entwicklung der Stadt wünsche, noch nicht erreicht und glaube fest daran, mit der Wählergruppe Zukunft Bad Belzig, die Entwicklung der Stadt positiv voran bringen zu können.

Bärbel Kraemer: Was wünschen Sie sich für die Stadt Bad Belzig?

Ingo Kampf: Unsere Stadt und die Ortsteile sind lebenswert. Ich wünsche mir, dass wir das erhalten und gemeinsam ausbauen/verbessern.

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