Jens Hinze

Einziger Einzelkandidat für den Kreistag im Fläming – Jens Hinze will weiterhin Bürgermeister in Mühlenfließ bleiben

Mühlenfließ. Der 46-jährige Jens Hinze, parteilos, ist seit 2016 ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Mühlenfließ im Amt Niemegk und seit zehn Jahren Ortsvorsteher von NiederwerbigJeserig. Bei der Kommunalwahl, die am 9. Juni 2024 stattfindet, kandidiert er nicht mehr als Ortsvorsteher, sondern nur noch als ehrenamtlicher Bürgermeister für die Gemeinde Mühlenfließ als auch als einziger Einzelkandidat im Wahlkreis V für den Kreistag von Potsdam- Mittelmark. Der Vater einer Tochter und eines Sohnes erklärte uns in einem kurzen Interview, weshalb er nicht mehr als Ortsvorsteher von Niederwerbig-Jeserig kandidiert und informierte über seine Pläne.

Jens Hinze: Ich habe es zehn Jahre lang gemacht, und ich will den Menschen hier vor Ort die Chance geben, dass sie auch Ortsvorsteher werden können, um sich hier im Ort weiter zu engagieren. Und durch meine Entscheidung, für den Kreistag zu kandidieren, werde ich halt auch Aufgaben abgeben müssen.

Andreas Koska: Als Bürgermeister, ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Mühlenfließ agieren sie seit acht Jahren. Hier haben sie einiges angepackt, einiges vorangebracht. Was werden sie – da es keinen Gegenkandidaten gibt ist davon auszugehen, dass sie gewählt werden – in den nächsten fünf Jahren anpacken?

Jens Hinze: Wir haben ja in den letzten fünf Jahren viele Sachen geschafft, und wir werden in den nächsten fünf Jahren noch mehrere Dinge schaffen. Wir haben sozusagen die Energiewende hier vor Ort. Dafür haben wir jetzt auch kommunale Mittel bekommen, und die werden wir halt so verteilen, dass diese entsprechend der Sachen jetzt eingesetzt werden können. So ist auch das Ortsteilbudget in der Gemeinde Mühlenfließ in den letzten zwei Jahren angehäuft worden, und die Orte sollen jetzt davon profitieren.

Andreas Koska: Was ist da im Einzelnen geplant?

Jens Hinze: Über die Ortsteilbudgets kann ja jeder Ort selber entscheiden, und so kann auch jeder Ort selbst Sachen machen. Wir hier zum Beispiel in Niederwerbig haben uns das Budget genommen oder verteilt, indem wir unseren Saal, den wir hier haben, weiter nach vorne bringen und renovieren wollen oder die Spielplätze sanieren wollen. Halt all die Mittel, die die letzten 25 Jahre nicht zur Verfügung standen, sollen jetzt vor Ort genutzt werden. Und jeder Ort muss halt selber entscheiden können, und so ist es gelebte Demokratie vor Ort, von klein bis groß.

Andreas Koska: Falls Sie als Einzelkandidat jetzt in den Kreistag gewählt werden sollten, was wollen Sie dort erreichen?

Jens Hinze: Na, ich will einmal, dass man auch das Thema Dorf nach vorne bringt. Gemeckert wird ja heutzutage sehr viel, und mich wundert es, dass so wenig Einzelkandidaten sind, weil halt viel auch in unserem Landkreis gemeckert wird. Und wir haben halt auch viele Chancen hier im Landkreis, die wir ergreifen müssen. Zum Thema Energie, zum Thema Bildung und und und so weiter und so fort. Und das will ich durch die Erfahrung des Bürgermeisters in den Kreistag bringen, damit wir hier vor Ort regional vertreten sind, damit noch ein paar Sachen nach vorne gehen.

Andreas Koska: Lieber Herr Hinze, viel Erfolg und danke für das Gespräch.

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