Niemegker Land. Im Amt Niemegk gab es bei der Kommunalwahl keine Überraschungen. Karin Commichau bleibt Bürgermeisterin in Planetal und Jens Hinze in Mühlenfließ. Dass Klemens Wiegand seinen Kontrahenten Reyk Schulz als Nachfolger von Bürgermeister Joachim Linthe schlägt war nicht unbedingt erwartet worden. Siegfried Frenzel bleibt der Bürgermeister in Rabenstein/Fläming.
Hinze unangefochten
Jens Hinze ist beliebt in der Gemeinde Mühlenfließ, die zum Amt Niemegk gehört. Er verwaltet einen WhatsApp-Kanal, über den alle relevanten Nachrichten aus Mühlenfließ und dem Amt sowie Einladungen zu den Sitzungen sowie Protokolle versendet werden. Maximale Transparenz wird so gewährleistet und unterscheidet Hinze von einigen anderen ehrenamtlichen Bürgermeistern, die gerne Stammtischpolitik hinter verschlossenen Türen betreiben. Das zahlt sich offenbar aus, denn Hinze erhielt bei der Wahl am 9. Juni 24 89,5 Prozent der Stimmen. Ein Vertrauensbeweis und eine gute Grundlage für die kommenden fünf Jahre.
In der Gemeindevertretung hat seine Liste ebenfalls eine absolute Mehrheit erreicht. 60,9 Prozent votierten für die Wählergemeinschaft Gemeinsam für Mühlenfließ. Damit erreichte die GfM sechs der zehn Sitze. Die weiteren gehen an zwei Einzelbewerber sowie zwei an die Freien Bürger und Bauern (FBB).
Neben der Gemeindevertretung wurden auch die Ortsbeiräte in Haseloff-Grabow, Niederwerbig–Jeserig, Schlalach und Nichel gewählt.
Hinze, der bislang auch der Ortsvorsteher in Niederwerbig-Jeserig war, hat hier nicht mehr kandidiert. Hier sind vier Einzelkandidaten angetreten und drei gewählt worden. Eine knappe Geschichte, denn Martin Roffeis hat 40,8 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen können, und es hatte nicht viel gefehlt und er hätte zwei Sitze besetzen können.
Auch in Haseloff-Grabow gab es keine gemeinsame Liste der Kandidierenden, sondern sechs Einzelkandidaturen. Mit Katja Gärtner und Christina Juling haben sich zwei Frauen durchgesetzt, dazu Marius Koltzenburg.
In Nichel gab es eine FBB-Liste und einen Einzelbewerber. Die FBB-Liste setzte sich mit 82 Prozent durch und erreichte die drei Mandate.
GfM, also Gemeinsam für Mühlenfließ war die einzige Liste in Schlalach, so dass sie die Vertreter im Ortsbeirat stellt.
Klemens Wieland Bürgermeister in Niemegk
Mit Reyk Schulz und Klemens Wiegand standen in der Stadt Niemegk zwei Kandidaten zur Wahl. Durchgesetzt hat sich, für manche überraschend, Wieland, der 54,7 Prozent der Stimmen erhielt. Schulz hatte mit 45,3 Prozent das Nachsehen.
Die Stadtverordnetenversammlung (SVV) hat neben dem Bürgermeister neun Mitglieder, wobei die Wählergemeinschaft Zukunft Niemegk fünf Sitze bei 51,4 Prozent der Stimmen gewinnen konnte. Mit weitem Abstand folgen die CDU mit zwei Sitze (27,2) und mit einem Sitz die SPD (13,9) und die Freien Wähler (7,6). Somit wird Reyk Schulz, der bislang Stadtverordneter war, der SVV nicht mehr angehören. Die SVV sollte maximal zwölf Verordnete haben, da die CDU Anspruch auf vier Sitze hat, aber nur zwei Namen auf der Liste standen, verfallen hier zwei Sitze. Die SPD bekommt nur einen Sitz und dadurch kann der zweite Kandidat nicht in die SVV einziehen, somit schrumpft die Gesamt-SVV und wird die kommenden fünf Jahre mit nur neun Abgeordneten arbeiten müssen.
Spannung war garantiert, Karin Commichau bleibt Bürgermeisterin in Planetal
Es war spannend in Planetal und zum Schluss bleibt doch alles beim Alten. Karin Commichau, die langjährige Bürgermeisterin der Gemeinde, hat sich wieder durchgesetzt. Sie erreichte 52,1 Prozent der Stimmen, ihr Kontrahent, Biobauer Christian Hoffmann, aus Dahnsdorf kam 47,9 Prozent.
In die Gemeindevertretung werden zehn Abgeordnete einziehen. Es standen sechs Listen zur Wahl, wobei die beiden Parteien, die Kandidaten aufgestellt haben, CDU und Grüne, leer ausgegangen sind. In der GV werden vier Wählergruppen tagen dürfen. Die Wählergruppe (WG) Lebenswertes Planetal wurde die stärkste Kraft mit 30,3 Prozent und hat drei Sitze errungen. Es folgen die WG Wir in Planetal mit 26,4 Prozent und ebenfalls drei Sitzen, die Freien Bürger und Bauern mit 18,3 Prozent und zwei Sitzen sowie die WG Vertreter Mörz mit 17,6 Prozent und ebenfalls zwei VertreternInnen.
In Locktow/Ziezow ist der Ortsbeirat ebenfalls bestimmt worden, hier kandidierte nur die WG Wir in Planetal mit vier KandidatInnen und drei ziehen jetzt in den Ortsbeirat ein.
Auch in Dahnsdorf gab es nur eine Liste, die die WG Stammtisch für Dahnsdorf eingereicht hatte. Auch hier ziehen drei der vier Kandidierenden in den Ortsbeirat, wobei Hoffmann die meisten Stimmen erhielt.
Die WG Kranepuhl schickte ebenfalls vier Personen in die Wahl, von denen drei den Ortsbeirat bilden werden, Gegenkandidaturen gab es auch hier nicht.
Die WG Vertreter Mörz hatte ebenfalls keine Kontrahenten, so dass alle drei Kandidaten den Ortsbeirat bilden werden.
Frenzel mit breiter Unterstützung
87 Prozent sind ein stolzes Ergebnis, und darüber kann sich Siegfried Frenzel freuen. Er bleibt somit der Bürgermeister der Gemeinde Rabenstein/Fläming. Die zehn Mitglieder der Gemeindevertretung setzen sich auch sieben der WG Rabenstein/Fläming und dreien der FBB. Die WG Rabenstein erhielt 74,7 Prozent der Stimmen. Unter den Gewählten der WG Rabenstein sind viele Ortsvorsteher, zwei der FBB-Abgeordneten sind Mitglied im Ortsbeirat Raben.
In Raben gab es nur eine FBB-Liste, und sie erhielt auch die notwendige Unterstützung der Wählenden, es ist davon auszugehen, dass Marco Neue zum Ortsvorsteher gewählt wird.
In Garrey–Zixdorf hat die einzige Liste WG Garrey fünf Kandidaten nominiert. Andreas Grünthal dürfte Ortsvorsteher bleiben, mit dabei die immer wieder sehr aktive Gabi Eißenberger.
Siegfried Frenzel hat nicht die meisten Stimmen bei der Wahl zum Ortsvorsteher von Rädigke erhalten. Er musste sich gleich zwei weiteren Kandidaten beugen, da jedoch alle drei der WG Rädigke angehören, die insgesamt sechs Personen für eine Kandidatur gewinnen konnte, dürfte es keinerlei Konflikte im Ortsbeirat geben.
Die WG Rabenstein hat sechs Kandidaten für den Ortsbeirat Buchholz für ihre Liste gewinnen können. Drei Männer werden den Ortsbeirat bilden, da die einzige Frau erst auf Platz vier gelandet ist.
Der bisherige Ortsvorsteher René Jentsch ist ebenso in den Ortsbeirat Groß Marzehns gewählt worden wie Heike Schäl und Fabian Raffelt. Die Liste WG Groß Marzehns war die einzige die zur Wahl stand.
Ähnlich im benachbarten Klein Marzehns. Hier kandidierte nur die WG Klein Marzehns und schlug fünf Kandidierende vor. Somit ist auch hier ein arbeitsfähiger Ortsbeirat gesichert.
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