Ragösen. An der Kreuzung der B102 und der Feldstraße in Ragösen ist ein großes Banner zu sehen, „Frische Früchte direkt vom Feld“ ist darauf zu lesen, ein Pfeil führt in Richtung des Spargelhofs, der ab Juni zu einer Beeren-Oase der Familie Mitic wird.
Schräg gegenüber dem Banner findet man ein Regal mit frisch abgepackten Kartoffeln. „Hier bei uns frische Kartoffeln“, verheißt ein weiteres Banner auf dem Scheunentor. Und wer noch nicht genug hat, der sollte sich das nächste Banner am Ortsende in Richtung Golzow anschauen. „Blumen zum Selbstpflücken“, steht darauf. In Ragösen kann der Kunde selbst tätig werden.
„Bei uns sind alle die Selbstpflücken wollen gern gesehen“, sagt Sladjana Mitic. Wobei die Heidelbeeren nur noch bis Ende August geerntet werden können, denn die Frühjahrsfröste haben 90 Prozent der Sträucher geschädigt. „Es ist fast ein Totalausfall“, beklagt Beerenbauer Sladjan Mitic.
Besser sieht es bei den Himbeeren aus, die noch bis Ende September geerntet werden können. „Da haben wir Glück gehabt, allerdings gab es auch bei den Erdbeeren 60 Prozent Ernteausfall“, so der Landwirt. Die Brombeeren, die Schwarzen und Roten Johannisbeeren sind schon abgeerntet, da ist die Zeit vorbei.
Um die Ernteausfälle zu kompensieren, hat Mitic Kürbisse und Melonen angebaut. Diese können am Hof erworben werden, ebenso wie schon gepflückte Himbeeren und Heidelbeeren. Sogar ein Fruchtaufstrich ist noch im Angebot. „Allerdings sind es die letzten Gläser, die Herstellung ist zu aufwendig“, hat Familie Mitic festgestellt. Mit der Spargelernte waren die beiden zufrieden.
Auch bei Oliver Herz wird es auf dem Blumenacker ruhiger. Die Kasse des Vertrauens steht zwar noch da, die Blumen sind jedoch verblüht, die letzten Gladiolen welken vor sich hin. Von Sonnenblumen und Chrysanthemen nichts mehr zu sehen. Die Kartoffeltüten sind jedoch gut gefüllt und können ebenfalls an einer Kasse des Vertrauens erworben werden. Adretta, Rosara und Princess warten auf Kunden.
Langsam naht sich die Zeit der Selbstpflücke dem Ende zu, aber noch nicht ganz, die Beeren-Oase hat noch etwas zu bieten und vor allem es wird weiter gehen. „Trotz der Verluste machen wir im kommenden Jahr weiter“, betont Sladjana Mitic.
(Artikelfoto: Sladjana Mitic mit Himbeeren)
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