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KoDorf Wiesenburg: Durchhaltefest auf der Baustelle

Wiesenburg/Mark. Was lange währt, wird gut – diesen Satz können die zukünftigen KoDörfler sicher nicht mehr hören. Viel eher trifft zu: Geduld zahlt sich aus.

Denn immerhin sind bereits fünf Jahre vergangen, seit das Projekt KoDorf am Wiesenburger Bahnhof in der Kunsthalle vorgestellt wurde. Viele hätten wohl inzwischen aufgegeben. Nicht so die zukünftigen Bewohner samt Architekt Patric Meier und die Gemeinde selbst. Denn es gab viele Schwierigkeiten zu bewältigen. Da auf dem Gelände früher ein Sägewerk angesiedelt war, gab es durch die Holzbehandlung zusätzlich eine Kontaminierung des Bodens. Die Beseitigung dieser Erdschichten kostete zusätzlich Zeit. Und dass die Behördenmühlen langsam mahlen, ist in Deutschland Gang und gäbe. „Es war ein langer Weg mit Höhen und Tiefen“, sagt Dorothee Bornath. Auch sie möchte im kommenden Jahr endlich einziehen.

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Der Bauplatz ist geräumt

Inzwischen ist auch etwas zu sehen auf dem Gelände. Alles ist begradigt, jetzt kommt die Erschließung, dann die Fundamente. So alles gut läuft, sollen noch in diesem Jahr die ersten Häuser stehen. Die Bauteile sind bereits fertig und lagern bei der ausführenden Firma. Dann fehlt noch der Innenausbau. Aber 2025 sollen die ersten Bewohner einziehen. Gebaut wird von Nord nach Süd. Insgesamt sollen 40 Wohneinheiten entstehen. Neben den Einzelhäusern wird es auch ein Mehrfamilienhaus geben. Kombiniert wird alles mit gemeinschaftlich genutzten Flächen und Gebäuden. Gebaut wird von der VielLeben Genossenschaft. Das alte Sägewerk, welches als öffentlicher Begegnungsort dienen soll, wird von der Gemeinde ausgebaut. Auf 500 m² kann dort nicht nur gefeiert, sondern auch gearbeitet werden. Einziehen werden 65 Erwachsene und 24 Kinder. Der Zuzug freut besonders Bürgermeister Marco Beckendorf, ist von der Einwohnerzahl der Gemeinde doch die Schlüsselzuweisung des Landes abhängig.

Kürzlich fand auf dem Gelände und am Wiesenburger Bahnhof ein „Baustellenfest“ statt. „Wir wollten einfach feiern, dass wir es bis hierher geschafft haben“, so Dorothee Bornath. Viele, wenn auch nicht alle, der zukünftigen Bewohner hatten sich eingefunden, denn es herrschte Schienenersatzverkehr. Auch viele Gäste aus den umliegenden Orten waren dabei. Sie waren vor allem neugierig auf ihre neuen Mitbewohner, aber auch auf den Stand der Dinge. Denn lange Zeit kamen Zweifel auf, weil sich so gar nichts bewegte. Aber nun sehen alle Beteiligten ein Licht am Ende des Tunnels. Und so galt der Dank der KoDörfler nochmal an alle Unterstützer, die so lange durchgehalten haben.

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