Niemegker Volkstheater probt für das neue Lustspiel – Premiere im Oktober
Niemegk. Das Niemegker Volkstheater zieht immer größere Kreise. In den vergangenen Jahren war der Handlungsort ihrer Stücke immer im Hohen Fläming angesiedelt. Im letzten Jahr spielte die Handlung von „Mit Vollgas in die 80er“ in Westdeutschland. Der Spielort der neuen Komödie ist noch weiter weg: nämlich im Jenseits! Der Titel des Lustspiels von Andreas Wening ist daher auch: „Wo zur Hölle geht’s zum Himmel“. Vom gleichen Autor waren übrigens auch die „Yeti-Jäger“ von vor zwei Jahren.
Wussten Sie, dass es im Jenseits eine Stelle gibt, wo erst entschieden werden muss, ob der Neuankömmling nun in den Himmel darf oder in die Hölle muss? Das erkennt der Malermeister Wilhelm Holme (Christian Pietrucha) auch erst ziemlich spät, denn er versteht gar nicht, wie das da so läuft im Himmelreich. Seine Ehefrau Luise (Carola Hausig) hatte ihn zwar immer wieder zum Teufel gewünscht, aber so einfach geht das nicht. Vorher müssen noch einige bürokratische Hindernisse überwunden werden, denn die mit Ihrem Job unzufriedene Leiterin des Amtes und des Beschwerdemanagements Isolde Möckel-Biedermann (Doreen Schumann) sowie ihre überaus korrekte Abteilungsleiterin Gisela Geigenbläser (Sandy Boldt) wollen dabei nicht übergangen werden. Und dabei muss noch die junge Praktikantin Alina Alessi (Beate Ulrich) angelernt werden.
Neuerdings wird bei Interessenkonflikten immer alles ausdiskutiert – am besten gleich in einer Gerichtsverhandlung. Zum „Jüngsten Gericht“ sind dann auch ein gelangweilter Pflichtverteidiger Dr. Armin Sommer (Hendrik Siegmund) und eine Männer hassende Anklägerin Veronika von Wertheim (Verena Anhalt) für die beiden Eheseiten Holme bestellt. Es ist also noch gar nicht klar, ob Luzifer (Sven Schüler) den Malermeister Holme gleich mitnehmen kann. Der Fürst der Finsternis ist sowieso überlastet und kämpft gegen ein Burnout. Da geht’s dem genervten Erzengel Philippus (Bernd Fredrich) anders. Dem fehlen in heutiger Zeit die Kunden. Er muss für’s Himmelreich Werbung machen und nun auch noch dieses Jüngste Gericht vertretungsweise leiten. Zu ihm gesellen sich noch eine Gerichtsschreiberin (Doreen Schüler) und ein Lieferbote (Steffen Reichhardt).
Lassen Sie sich überraschen, wie es wirklich nach dem Tode weitergeht. Das himmlische Bühnenbild hat wieder David Anhalt geschaffen, der auch die Technik am Abend beherrschen wird. Die Regie liegt wie im letzten Jahr in den Händen eines kleinen Kollektivs um Christian Pietrucha.
Vorstellungen und Kartenverkauf
Die Vorstellungen in diesem Jahr sind für den 17., 18. und 31. Oktober sowie den 02., 07., 08., 28. und 29. November angesetzt, jeweils 20:00 Uhr (außer am SO 02.11.25 um 16.00 Uhr). Danach geht es mit weiteren Aufführungen ca. Ende Februar 2026 weiter. Der Kartenvorverkauf erfolgt im Kulturhaus Niemegk und in der Tourist-Info Bad Belzig. Er beginnt am 04. August 2025.
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