Niemegk. Ein Meilenstein ist erreicht. Mit der Übernahme der Badeanstalt in Niemegk durch den Förderverein Badeanstalt Niemegk 1929 im Jahr 2019 konnten schon viele Ziele erreicht werden, um das Freibad unter dem Wasserturm neu zu beleben, zu gestalten und wieder zu einem Ort der Begegnung für Jung und Alt zu machen. Aber die Ausbildung neuer Rettungsschwimmer war dem Vereinsvorsitzenden Matthias Grund ein besonderes Bedürfnis.
„Es sind die Früchte, die wir nun ernten“, sagte Grund nicht ohne Stolz, dem die Förderung der Jugend besonders am Herzen liegt, um auch die Zukunft der Badeanstalt zu sichern, denn ohne Rettungsschwimmer ist der Betrieb im Freibad nicht aufrechtzuerhalten. „Ohne die Kooperation mit der Steintherme in Bad Belzig, in der wir die meiste Zeit des Jahres trainieren, und die gesponserten Ausstattungen, wie zum Beispiel die Reanimationspuppe oder die Rettungspuppe, wäre dieser Schritt nicht möglich gewesen“, so Grund.
Mathias Gersonde ist nicht nur Geschäftsführer der Steintherme, sondern auch Ausbilder bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) und prüfte die sieben neuen Rettungsschwimmer in Theorie und Praxis. „Für mich ist es nicht nur Hobby und Beruf, sondern auch meine Leidenschaft“, erzählte er. „Die Ausbildung neuer Rettungsschwimmer ist mir sehr wichtig. Die Vereinsarbeit von Matthias Grund und seinem Team ist essenziell, um die Schwimmfähigkeiten und auch das Sozialleben zu fördern“, lobte Gersonde.
In einer praktischen Prüfung im Freibad mit Streckentauchen, Kleiderschwimmen, Transportschwimmen, Zeigen von Befreiungsgriffen, Bergen der Rettungspuppe aus dem Becken, Erste Hilfe Maßnahmen an der Reanimationspuppe und weiteren Aktionen stellten die 15 bis 43 Jahre alten Prüflinge aus Niemegk, Dahnsdorf, Mörz und Hohenwerbig ihr Können unter Beweis.
Mit Bestehen der theoretischen Prüfung konnte Mathias Gersonde kürzlich den begehrten Deutschen Rettungs-Schwimmpass an die neuen Lebensretter überreichen. Mit einem Geschenk der Steintherme obendrauf. Eine Jugendretterin wurde ebenfalls im Zuge dessen ernannt.

„Die Prüfungen waren gar nicht so schwer, aber die Aufregung davor war sehr groß“, erzählte eine Teilnehmerin. Die Rettungspässe der DLRG sind weltweit anerkannt, müssen aber alle zwei Jahre aufgefrischt werden. Mit erreichter Volljährigkeit können die Rettungsschwimmer dann selbständig und eigenverantwortlich an jedem Beckenrand in der ganzen Welt arbeiten. „Gern auch in der Steintherme“, schmunzelte Gersonde.
Views: 193