Gärtnerei Köhler, Reetzerhütten, Adventsausstellung

Gärtnerei Köhler – Jubiläum in Reetzerhütten

Reetzerhütten. Weihnachten naht und viele sind jetzt schon auf der Suche nach der schönsten Dekoration. Da ist die Gärtnerei Köhler in Reetzerhütten der passende Anlaufpunkt.

Gärtnerei Köhler, Reetzerhütten, Adventsausstellung
Adventsausstellung

Am 22. November von 10 bis 16 Uhr findet dort die 11. Adventsausstellung statt. Dafür hat sich ein Gewächshaus in ein Weihnachtsparadies verwandelt.

Begonnen hat alles, als Anett Blasche, Inhaberin der Gärtnerei, 2014 Ines Pluge eingestellt hat. Die gelernte Gärtnerin hat ein Händchen für solche Dinge und hatte die Idee dazu. Bereits ein Jahr später gab es die erste Ausstellung. Anett Blasche lässt ihrer Kollegin dabei völlig freie Hand, sowohl beim Einkauf als auch bei der Ausstattung. Das hat sich inzwischen herumgesprochen, die Leute kommen von weit her, um Dekoartikel zu kaufen. So sehen sie, was es sonst noch gibt und kommen wieder, um sich mit Pflanzen aller Art einzudecken. Dafür sorgt auch der Internetauftritt der Gärtnerei.

In diesem Jahr steht aber etwas noch viel Größeres an – das 80 jährige Firmenjubiläum. Anett Blasche führt das Unternehmen in dritter Generation. Bereits 1945 begann Großvater Fritz Köhler mit Ehefrau Hertha mit dem Aufbau der Gärtnerei, damals noch am alten Standort am früheren Wasserwerk. Fritz Köhler hatte in der Baumschule Gebbers am Wiesenburger Bahnhof Baumschulgärtner gelernt. Anfangs wurde vorrangig Gemüse angebaut, denn 1945 hatte man andere Sorgen, als Blumen zu pflanzen. Blumenkohl und Erdbeeren nahmen einen Großteil der Fläche ein. Ein zweites Standbein war die Kranzbinderei. Die Kränze wurden, ohne Dekoration, mit der Bahn per Fracht in alle möglichen Landesteile verschickt. Da die Gärtnerei in den 50er Jahren auch abgabepflichtig war, wurden viele Tabakpflanzen angebaut.

Gärtnerei Köhler, Reetzerhütten, Adventsausstellung
Helmut Köhler

Sohn Helmut Köhler, der wie auch Tochter Anett den grünen Daumen vom Großvater geerbt hat, übernahm die Firma in den 60er Jahren. Auch Helmut Köhler hat den Beruf eines Gärtners erlernt. Von seiner Ausbildungsstelle in Brielow ging es nach Leipzig und dann nach Thüringen. Dort lernte er seine Ehefrau Rita kennen und lieben. Nach ihrer Hochzeit 1960 kam das Paar nach Reetzerhütten zurück und stieg mit in den Betrieb ein. Dann hieß die Firma Fritz Köhler & Sohn, ehe Helmut Köhler den Betrieb vollständig übernahm.

Anett Blasche hat Zierpflanzengärtner in Dessau gelernt und anschließend ihren Meister gemacht. Die Floristik hat sie sich selbst angenommen. Zum Erfolg trugen viele Seminare und jahrelange Berufspraxis bei. Schon 1982 war sie in der Firma des Vaters angestellt, ehe sie 2002 die Geschäfte übernahm. Für Anett Blasche stand es nie zur Debatte, die Gärtnerei nicht zu übernehmen. „Man wächst damit auf, die Weiterführung war für mich selbstverständlich“, sagt sie. Von ihren beiden Schwestern hat eine auch einen entsprechenden Beruf erlernt, sie ist Blumenbinderin. Die dritte der Schwestern sah die Nachfolge als gesichert an und ging andere berufliche Wege.

Gärtnerei Köhler, Reetzerhütten, Adventsausstellung
Blick auf das frühere Gelände

Früher waren Blumen nur ein Nebengeschäft, denn man bekam ja nichts dazu zu kaufen. Die meisten erinnern sich, dass man gerade in den Wintermonaten nur Alpenveilchen, Azaleen und Chrysanthemen bekam. Aber selbst dieses wenige wurde zu Sträußen gebunden und man fuhr damit nach Dessau auf den Markt am heutigen Rathauscenter. Dann kam die Wende.

Anett Blasche baute den Laden aus, denn nun bekam man alles zu kaufen. Alpenveilchen und Co. wollte niemand mehr. Darauf hat sich Anett Blasche eingestellt, obwohl die hübschen Alpenveilchen inzwischen wieder nachgefragt werden. Mit ihren Schnittblumen belieferte sie auch Läden und Tankstellen der Region. Beet und Balkonpflanzen werden auch heute noch selbst gezogen. Anderes wird zugekauft, auch Sträucher und bei Bedarf Bäume. Das aber nur auf Bestellung, obwohl immer ein Grundsortiment vorhanden ist.

Auch wird in der Gärtnerei Köhler die Sommerbepflanzung für den Wiesenburger Park gezogen. Viel Platz in den vier Gewächshäusern nehmen im Frühjahr die Gemüsepflanzen ein. Angefangen von Gurken und Tomaten bis hin zu Paprika, Porree und Sellerie findet der Hobbygärtner alles, was er braucht. Wieviel Pflanzen jährlich herangezogen werden, kann Anett Blasche nicht sagen. Schon allein bei den Gurken sind es um die 1.000 Pflanzen.

Ein weiteres großes Gebiet ist die Floristik, von Hochzeit über Geburtstag bis hin zu Trauer. Die Sträuße werden ganz nach Kundenwunsch gefertigt. Und es ist immer noch etwas Besonderes, einen Hochzeitsstrauß für eine glückliche Braut zu binden. Auch für Veranstaltungen in der Region stellt Anett Blasche große und kleine Kübelpflanzen zur Verfügung.

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