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Jeserig hat viel vor im neuen Jahr

Jeserig/Fläming. Auf der kürzlich stattgefundenen öffentlichen Ortsbeiratssitzung in Jeserig haben sich drei Punkte herauskristallisiert, die den Bürgern und dem Ortsbeirat besonders wichtig sind.

Sportplatz

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Sport- und Spielplatz im Schnee

Zum einen ist das der kleine Sportplatz des Ortes. Er befindet sich hinter der Freiwilligen Feuerwehr. Direkt daneben ist der Kinderspielplatz und die Bücherzelle.

Der Sportplatz war frühe eine sogenannte Schuttkute. Unter anderem wurden dort Abfälle des Sägewerks eingebracht. Diese sind natürlich sehr locker, so dass der Boden immer wieder absackt. Die Fläche wurde seit den 70er Jahren mehrmals aufgefüllt. Inzwischen ist alles wieder tief wie nach einem „Angriff“ einer Rotte Wildschweine. Der Platz ist nicht mehr bespielbar. Bereits im vergangenen Jahr wurde ein Antrag bei der LAG auf Förderung gestellt, der jedoch nicht bewilligt wurde. Für 2026 gab es nun eine Zusage.

Gleichzeitig soll eine überdachte Sitzgelegenheit angeschafft werden. Diesen können neben den Bürgern auch die Kameraden der Feuerwehr nutzen. Da das kleine Feuerwehrhaus sehr beengt ist, könnten die Kameraden bei schönem Wetter auch draußen sitzen. Träger des Förderprojektes ist die Gemeinde Wiesenburg/Mark, da es in Jeserig keinen Verein gibt, der den Förderantrag stellen könnte. Das bedauert Ortsvorsteher Manfred Rabinowitsch sehr. So muss der Eigenanteil aus dem Ortsteilbudget finanziert werden. „Aber wir haben gut gewirtschaftet, so dass das kein Problem ist“, so Manfred Rabinowitsch. Den Auftrag für die Ausführung der Arbeiten erhielt die Gartenbaufirma von Udo Kranz aus Jeserigerhütten. Die Sitzgelegenheit bauen die Kameraden der Feuerwehr auf. Bis Ende September muss laut Förderbescheid alles fertig sein.

Grünflächenpflege

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Blick auf den Jeseriger See

Pro und Kontra gibt es zur Grünflächenpflege im Ort. Ein Bauchschmerzenthema für Ortsvorsteher Manfred Rabinowitsch. In der Regel werden die öffentlichen Flächen der Ortsteile durch den Bauhof gemäht. In Jeserig ist die Situation spezieller, denn es geht auch um die Flächen um den See. Im vergangenen Jahr gab es dazu eine Zusammenkunft von Interessierten mit einer Ortsbegehung. Dabei wurden Teilflächen festgestellt, die anders zu behandeln sind. Nur fühlte sich wohl am Ende keiner so richtig verantwortlich. Während die Anwohner ihren Bereich mähten, blieb zum Beispiel das Stück vor dem See ungemäht. „Das sah nicht schön aus“, sagte Manfred Rabinowitsch. Immerhin ist der See eine Anlaufstelle für Urlauber, aber auch Einwohnern der Region.

Es wurde die Meinung kundgetan, das Stück solle eine Blühfläche bleiben. Aber man könne nicht einfach eine immer gemähte Fläche zur Blühfläche erklären, so Rabinowitsch, denn diese bedürfen besonderer Pflegemaßnahmen. Gleiches gilt auch für den kleinen Seeberg hinter der Tanzfläche. Nun soll es im März erneut eine Zusammenkunft dazu geben, aus der sich hoffentlich konkrete Ergebnisse ergeben. Manfred Rabinowitsch hofft auf viele Teilnehmer, denn alle sollen ihre Meinung kundtun. Eine Lösung ist auch für die Gemeinde wichtig, da der Bauhof seine Mäheinsätze gut planen muss.

Jeseriger See

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Pegelstand im Frühsommer

Die größten Sorgen macht den Jeserigern ihr See. Für viele Einheimische, Radfahrer und auch Touristen ist er ein beliebtes Ausflugsziel. Obwohl offiziell kein Badesee, tummeln sich im Sommer dort trotzdem viele im und am Wasser.

Aber allen ist in den letzten Jahren aufgefallen, dass der Wasserstand im Sommer rapide sinkt. Das geht inzwischen so weit, dass sich der See nicht einmal im Winter auffüllt. Hinter dem See verläuft ein Graben, der einmal mit dem See verbunden war. Dieser wird aus Quellen gespeist. Bis in die 70er Jahren wurden teilweise ungeklärte Abwässer aus Drahtwerk und Wäscherei in den See geleitet. Daraufhin wurde er damals ausgebaggert und durch einen Wall vom Grabenzufluß getrennt. Diese Verbindung hätten die Jeseriger gern wieder hergestellt. Staut man das Wasser im Graben an, könnte es ab einem bestimmten Pegelstand wieder in den See geleitet werden.

Jedoch es gibt ein Problem. Messungen in den zurückliegenden Jahren ergaben angeblich eine zu hohe Nährstoff- und Schadstoffbelastung im Graben. Diese wäre zu hoch, was wiederum dem See schaden würde. Es wurden aber keine genauen Grenzwerte mitgeteilt. Da im Graben Stichlinge schwimmen, scheint die Wasserqualität gut zu sein. Der Wasser- und Bodenverband machte eine Grabenschau. Vertreter der Naturschutzbehörde und der unteren Wasserbehörde nahmen daran teil. Auch kam von allen Beteiligten die Aussage, dass der See erhaltenswert sei. Im Gewässerregister des Landes Brandenburg ist der See als Fließgewässer aufgeführt. Diesen Zustand möchte man wieder haben.

Auf der Ortsbeiratssitzung waren sich alle Anwesenden einig – die Sache muss angekurbelt werden. Als erstes soll eine Machbarkeitsstudie erstellt werden ,um zu schauen, welche Möglichkeiten es gibt, den See zu retten. Diese kostet Geld und man ist sich nicht sicher, ob der Wasser- und Bodenverband oder andere öffentliche Einrichtungen diese Kosten tragen. Bürgermeister Marco Beckendorf will sich vehement dafür einsetzen, dass die Kosten übernommen werden. Bis es soweit ist, pflegen die Angler den Teich nach ihren Möglichkeiten.

(Artikelfoto: Luftaufnahme vom Jeseriger See © Manfred Rabinowitsch)

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