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Sondervermögen des Bundes auch für die Gemeinde Wiesenburg/Mark

Wiesenburg/Mark. Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität ermöglicht Rekordinvestitionen von Bund, Ländern und Kommunen – für Schulen und Kitas, Bahnstrecken und Straßen, Forschung und Digitalisierung.

Das Sondervermögen umfasst drei Säulen: 100 Milliarden Euro fließen an die Länder und Kommunen. Weitere 100 Milliarden Euro stehen für Investitionen des Klima- und Transformationsfonds (KTF) bereit. Der Bund kann für zusätzliche Investitionen auf 300 Milliarden Euro zurückgreifen.

Anfang September 2025 hatten sich die Brandenburger Landesregierung und die Kommunalen Spitzenverbände darauf verständigt, dass davon 1,5 Milliarden Euro die Kommunen zur weitgehend eigenverantwortlichen Verwendung für Investitionen in den Bereichen Infrastruktur, Brand- und Katastrophenschutz und Innere Sicherheit sowie Bildung und Sport erhalten.

Dorfstraße, Feuerwehren und Kitas

Das bedeutet für die Gemeinde Wiesenburg/Mark ein Volumen von 1,9 Millionen Euro. Auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung stellte die Verwaltung ihre Vorschläge zur Verwendung zur Diskussion. Das Gute daran ist, dass das Geld trotz Haushaltssicherung und auch ohne beschlossenen Haushalt ausgegeben werden kann. Für Klepzig ist das ein Glücksfall, denn dort kann endlich ein Teil der Dorfstraße saniert werden, in Wiesenburg geht es an den Ausbau der Feldstraße. Auch die Feuerwehren profitieren davon – zwei neue Tanklöschfahrzeuge wird es geben. An verschiedenen Standorten wird an die bestehenden Feuerwehrhäuser angebaut. Diese sind oft viel zu kleine für alle Gerätschaften. Und nicht nur das, manche Ortsfeuerwehren haben keine Umkleiden oder vernünftige sanitäre Einrichtungen. In den Kitas wird der Schallschutz verbessert.

Rückkauf der Gaststätte Reetz

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Hofansicht der Gaststätte

Etwas komplizierter ist der Vorschlag zum Kauf der ehemaligen Gaststätte in Reetz. Diese ist in Privatbesitz und wurde zur Wohnung umgebaut. Jetzt möchte der Besitzer verkaufen, da er in Rente geht und das Anwesen zu groß für zwei Personen ist, denn es gehören auch noch eine Scheune und ein großes Grundstück dazu. Außerdem grenzt die Reetzer Kegelbahn an. Der ehemalige Gastwirt Emil Wilke hatte der Sportgemeinschaft einst ein Grundstück an der Gaststätte zur Verfügung gestellt. Darauf wurde in viel Eigenleistung eine Kegelbahn errichtet. Nicht ganz uneigennützig vom Gastwirt mit direkter Verbindung zur Gaststätte. Schriftlich fixiert wurde damals jedoch nicht viel. Das rächte sich in den vergangenen Jahren. Solange es Gaststättenbetrieb gab, war alles kein Problem. Das kam erst mit der Veräußerung an eine Privatperson, denn der technische Bereich liegt direkt unter der Gaststätte, gehört also zu deren Grundstück und zum Eigentum des Besitzers.

Für ca. 274.000 Euro hat dieser es jetzt der Gemeinde zum Kauf angeboten. Die veranschlagten 300.000 Eeuro aus dem Sondervermögen beinhalten zudem alle anfallenden Nebenkosten wie zum Beispiel Steuern. Zu einem Besichtigungstermin konnten sich Interessenten ein Bild davon machen, wie es jetzt aussieht. Die Reaktionen der Reetzer Besucher waren durchweg positiv. Sie hätten ihre alte Gaststätte gern zurück. Da der Saal mit Bühne noch vorhanden ist, könnte man so das Problem der fehlenden Sitzplätze im Dorfgemeinschaftshaus lösen. Oft reichten die 54 Stühle nicht für Feierlichkeiten aus. Im Erdgeschoß könnten Vereinsräume entstehen, eine Küche ist ebenfalls vorhanden. Das Obergeschoß wäre als Wohnung geeignet. Soweit die Ideen der Bürger.

Auch Bürgermeister Marco Beckendorf sprach sich für einen Kauf aus. Er sieht, dass Reetz kein repräsentatives Dorfgemeinschaftshaus hat. Im Moment finden alle Veranstaltungen im Sportplatzgebäude statt. Das wurde damals auch nur für den Sportplatz gebaut und reicht für größere Veranstaltungen nicht aus. Obendrein sieht es nicht grade einladend aus. Großes Potential sieht Marco Beckendorf im zur Gaststätte gehörenden Grundstück. Da gehen die Ideen vom möglichen Bau einer Kita bis hin zu Parkmöglichkeiten. Da das Grundstück an das der Kirche grenzt, wäre es auch für den Weihnachtsmarkt ideal. Mit einem Weg könnte man eine Verbindung schaffen und so das Problem der Toilettennutzung lösen. „Kauft jemand anderes das Gebäude, haben wir wieder das Problem mit der Kegelbahn“, so Marco Beckendorf.

Da die Fraktionen in der Diskussion zum Kauf der Gaststätte auf der Gemeindevertretersitzung sich uneins waren, nahm der Bürgermeister den Posten vorerst von der Liste. Das bedeutet aber nicht, dass der Kauf vom Tisch ist. „Die Reetzer GemeindervertreterInnen sollten jetzt alle Argumente aufbringen, die für einen Kauf sprechen und sich vor allem einig sein“, so Marco Beckendorf. Dann geht das Thema in die nächste Sitzung des Hauptausschusses. Dieser soll dann noch einmal eine Beschlußvorlage in die Gemeindevertretersitzung einbringen. Wichtig ist dabei vor allem die Unterstützung der Reetzer Bürger. Sowohl zum Hauptausschuss als auch zur Gemeindevertretersitzung sollten möglichst viele Reetzer anwesend sein, um ihre Meinung darzustellen

Zu dem Thema gibt es auch ein Video des Bürgermeisters mit dem Titel: Beratung über den Ankauf des Alten Gasthofs Reetz auf YouTube und der Facebookseite der Gemeinde Wiesenburg/Mark.

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