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Frauentag im Landtag Potsdam – Melanie Balzer lädt Frauen aus Niemegk, Dahnsdorf und Reetz ein

Niemegk/Dahnsdorf/Reetz. Die Geschichte des Internationalen Frauentags beginnt im Jahr 1910. Eine Frau namens Clara Zetkin aus Deutschland hatte eine Idee:

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Marie Golüke, Melanie Balzer, Sabine Wendt, Eva Loth v.l. – Quelle Foto: Melanie Balzer

Sie war dafür, dass es einen Tag geben sollte, an dem Frauen aus aller Welt zusammenkommen und ihre Forderungen nach internationaler Gleichberechtigung im Mittelpunkt stehen.

Im März 1911 wurde der Internationale Frauentag zum ersten Mal in mehreren europäischen Ländern gefeiert. Damals ging es vor allem darum, dass Frauen das Wahlrecht und bessere Arbeitsbedingungen erhalten sollten. Über die Jahre hinweg gewann der Weltfrauentag immer mehr an Bedeutung. Heute wird der Internationale Frauentag in vielen Ländern gefeiert. Der 8. März ist ein gesetzlicher Feiertag in Angola, Burkina Faso, Russland, China und vielen weiteren Ländern. In Deutschland ist der Frauentag nur in Berlin und seit März 2023 auch in Mecklenburg-Vorpommern ein gesetzlicher Feiertag.

Neben vielen kleinen Feiern, die besonders in den ostdeutschen Bundesländern vielerorts Tradition haben, gibt es auch immer eine ganz offizielle Feier im Brandenburger Landtag in Potsdam. Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke hatte passend zu diesem Tag das Frauennetzwerk der Landesverwaltung Brandenburg „Frauen vernetzt in Führung“ zu einer Veranstaltung in den Plenarsaal des Landtages eingeladen. Das Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, die Sichtbarkeit von Frauen zu erhöhen sowie die beruflichen Entwicklungschancen und die Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen zu stärken.

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Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke

Im Anschluss an das Netzwerktreffen fand ein Empfang anlässlich des Internationalen Frauentages im Landtag statt. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung durch das Pigeon Project, dem aktuellen Preisträger von „Jugend jazzt“. Die Landtagsabgeordneten durften dazu jeweils drei Frauen aus ihrem Wahlkreis einladen.

Das tat auch Melanie Balzer, ihr Wahlkreis ist die Region um Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark II). Sie hatte Frauen aus unterschiedlichen Bereichen ausgewählt. Zum einen war das Sabine Wendt aus Niemegk. Sie hat sich mit vielen anderen in den vergangenen 25 Jahren der Sanierung der Großkopf-Mühle am Stadtausgang von Niemegk in Richtung Zixdorf verschrieben. Marie Golüke aus Dahnsdorf ist über die Region hinaus bekannt. Die Künstlerin organisiert seit vielen Jahren das „Festival für Freunde“ in Dahnsdorf. Die dritte im Bunde war Eva Loth. Seit vielen Jahren bringt sich die Rentnerin im Lokaljournalismus ein. Bekannt ist sie vor allem durch ihre Beiträge in der BRAWO und auf der Internetplattform Fläming 365.

Für die drei Frauen war dieser Nachmittag ein besonderes Erlebnis. Sie waren das erste Mal im Landtag zu Gast. Erstaunt waren sie über die Helle und Freundlichkeit der Innenräume, die man von außen nicht vermutet. Melanie Balzer führte sie durch den Plenarsaal und zeigte ihnen die Aufteilung der Sitze. Auch die Abgeordnete bemerkt, dass Frauen in der Politik immer noch nicht selbstverständlich sind. Was durch die Tontechnik im Saal für die Zuschauer im Fernsehen nicht zu merken ist, sind die lauteren Geräuschkulissen, sobald eine weibliche Abgeordnete an das Rednerpult tritt. Das ärgert sie maßlos und zeigt, wie wichtig der Kampf der Frauen um Gleichberechtigung selbst in der heutigen Zeit noch ist. Das bestätigte auch die Landtagspräsidentin in ihren Grußworten und dankte gleichzeitig den Frauen für ihr Engagement. Denn diese müssen oft Beruf, Familie, Haushalt und Ehrenamt unter einen Hut bringen.

Im Anschluss hatten alle Anwesenden die Möglichkeit, sich bei Häppchen und Getränken näher kennenzulernen und auszutauschen.

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