Der Hauptausschuss ist wichtiges Gremium – auch in Bad Belzig

Bad Belzig. Der Hauptausschuss in Bad Belzig hatte auf seiner jüngsten Sitzung einige wichtige und zum Teil schwierige Themen zu behandeln.

Im Ergebnis bereitete er die verschiedenen Beschlüsse mit Handlungsempfehlungen für die Sitzung der Stadtverordneten vor. Die Themen wurden im Vorfeld bereits in verschiedenen Ausschüssen beraten. Ihre Meinungsbildung ist für den Hauptausschuss wichtig. Das wohl alles bestimmende Thema war die Errichtung eines Windparks zwischen Lübnitz und Weitzgrund. Das hatte im Vorfeld bereits hohe Wellen geschlagen und sogar den RBB auf den Plan gerufen. Diesen hatte die Bürgerinitiative eingeladen. Auch im Hauptausschuss gab es keine einstimmige Meinung. Die möglichen Einnahmen für die Stadt wurden zwar als positiv angesehen, aber der Eingriff in die Natur ist auch nicht unerheblich. Trotzdem geht eine positive Empfehlung an die Stadtverordneten.

Ebenso stadnd die geänderte Friedhofssatzung und eine damit verbundene Gebührenerhöhung auf der Tagesordnung. Hierzu gab es einige Nachfragen und auch Kritik. Die Erhöhungen schienen einigen zu hoch auf einen Schlag. Ebenso wurde angeregt, sich noch einmal genau zu informieren, wie Bestattungen anderer Religionen von statten gehen müssen und sollen.

Einig war man sich schnell über deb beitritt zum „Zweckverband kommunale Fläminger Küche“. Due Zusammenarbeit dreier Kommunen wurde als historischer Schritt bezeichnet. Am wichtigsten war jedoch, dass Kinder in Schulen und Kitas mit gesundem und regionalem Essen versorgt werden können, auf das man selbst Einfluß hat.

Zu allen drei Themen fogt ein ausführlicher Bericht.

Der Haushalt der Kommunen ist meist überall ein Schwieriges Thema. So auch in Bad Belzig. Für 2026 mussten nochmals Änderungen vorgenommen werden. Die Stadt hatte für Investitionen Kredite eingeplant. Da konnte die Kommunalaufsicht wegen der prekären Finanzlage nicht mitgehen. Nach den Änderungen geht der Haushalt nun zur Beschlussfassung in die Stadtverordnetenversammlung. Auch die Richtlinie für die Vergabe des Förderpreises der Stadt wurde geringfügig geändert.

Einig war man sich jedoch uneingeschränkt, die Anträge der AfD abzulehnen. Die Partei fühlte sich benachteiligt. Auf dem Altstadtsommer gab es eine Podiumsdiskussion, zu der die Gruppe ,,Fläming für alle“ eingeladen hatte um den Bürgern Rede und Antwort zu stehen. Die AfD war ausdrücklich nicht für eine Teilnahme zugelassen. Außerdem fordert sie in einem Antrad den Ausstieg aus dem Projekt  „Demokratie Leben“. Die AfD fühlt sich ausgeschlossen, denn sowohl die „Partnerschaft für Demokratie“ und „Demokratier Leben“ werden aus Steuermitteln finanziert. Im Gegenzug reicht die Stadt selbst einen Antrag zur Fortführung der Projekte ein. Einstimmg empfehlen die Hauptausschussmitglieder den Stadtverordneten, die Anträge der AfD abzulehnen und den der Stadt zu beföürworten.

Wie man schon an diesen wenigen Themen sieht, ist der Hauptausschuss wichtig für die Arbeit der Kommunalvertreter. In ihm werden vorher Anträge sondiert und beraten. In Bad Belzig gibt es neben dem Hauptausschuss noch drei weitere Ausschüsse, den Sozialausschuss, den Wirtschaftsausschuss und den Ausschuss für Regionalentwicklung.

Der Hauptausschuss ist in vielen deutschen Kommunen eines der wichtigsten Entscheidungsgremien unterhalb der Gemeinde oder Stadtvertretung.Seine genaue Ausgestaltung kann je nach Kommunalverfassung des Bundeslandes leicht variieren, doch seine Kernfunktionen sind weitgehend ähnlich.

Zentrale Aufgaben sind die Vorberatung von Beschlüssen. Der Hauptausschuss bereitet viele Entscheidungen der Gemeindevertretung vor. Er prüft Vorlagen, bewertet Auswirkungen und spricht Empfehlungen aus. Er stimmt die Arbeit der verschiedenen Fachausschüsse aufeinander ab und übernimmt Querschnittsaufgaben, die mehrere Themenbereiche betreffen. Oft kontrolliert der Hauptausschuss die Verwaltungsführung, überwacht die Umsetzung politischer Beschlüsse und berät grundsätzliche Verwaltungsangelegenheiten. Viele Hauptausschüsse haben eine starke Rolle bei Haushaltsfragen. Sie beraten über Haushaltsentwürfe, prüfen Finanzberichte und können in Haushaltsangelegenheiten eigene Entscheidungskompetenzen besitzen. Häufig ist der Hauptausschuss für bestimmte Personalfragen zuständig, etwa für die Vorbereitung über Führungspositionen in der Verwaltung. In Ausnahmefällen kann der Hauptausschuss auch Beschlüsse fassen, wenn diese unterhalb einer festgelegten Wertgrenze liegen.

Der Hauptausschuss übernimmt eine Schnittstellenfunktion zwischen Verwaltung und Politik, zwischen Fachausschüssen, zwischen alltäglichem Verwaltungsgeschäft und strategischen Zukunftsentscheidungen. Damit trägt er wesentlich zur Handlungsfähigkeit und Steuerung der Kommune bei. Der Paragraf 49 der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg regelt die Zusammensetzung des Hauptausschusses in Gemeinden. Amtsfreie Gemeinden müssen einen Hauptausschuss bilden, während amtsangehörige Gemeinden dies in ihrer Hauptsatzung bestimmen können.

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