Ersehnte Treppe greifbar – Das Dorfgemeinschaftshaus Mörz soll eine neue Treppe erhalten

Mörz. In den Corona-Zeiten fand die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Mörz statt. Es beherbergt einen Gemeinderaum mit Küchenzeile und Toilette sowie eine gemeindeeigene Wohnung. Leider reichte damals das Geld nicht aus, auch die Außentreppe zu erneuern. Ortsvorsteher des Dorfes, Gerd Korup, setzte sich nun mit seinem Ortsbeirat für die ersehnte Sanierung der Treppe ein und stellte zur vergangenen Sitzung der Gemeindevertreter Planetals den Antrag auf den Neubau einer Treppe bzw. die Instandsetzung der alten.

Die in die Jahre gekommene Treppe aus Stein zeigt Löcher zwischen den Stufen, das Metallgeländer wackelt in seinen Verankerungen, und das Treppenpodest weist ein Gefälle zur Hauswand auf, so dass Regenwasser zum Haus fließt statt davon weg. Das Wasser wiederum sorgt für Schäden durch Feuchtigkeit in der Fassade und Schimmel im Haus. 

Eine Besichtigung vor Ort durch die Amtsverwaltung Niemegk zusammen mit einem Fachmann wurde bereits durchgeführt, die Schäden begutachtet und dokumentiert. „Nach einer ersten Prüfung vor Ort kann bestätigt werden, dass erhebliche Frostschäden vorhanden sind. Darüber hinaus bestehen Anzeichen dafür, dass auch die Bausubstanz der Treppe beeinträchtigt ist“, heißt es in der Stellungnahme.

Ein Wunsch des Ortsbeirates Mörz beinhaltet einen behindertengerechten Zugang ins Dorfgemeinschaftshaus. Die jetzige Steintreppe führt links und rechts durch Stufen parallel zur Hauswand zum Eingang. Die Wunschtreppe besteht aus einer behindertengerechten Rampe linksseitig eines Treppenpodestes vor dem Eingang und aus Treppenstufen rechtsseitig des Podestes. Auch wenn eine neue Steintreppe besser ins Ortsbild passen würde, ist dem Ortsbeirat bewusst, dass die finanziellen Mittel begrenzt sind. Nun wurde eine verzinkte Stahlkonstruktion mit Gittern vorgeschlagen. Hierzu soll ein Angebot eingeholt werden. 

Die Amtsverwaltung Niemegk merkte jedoch im Beschlussantrag an, „… zu berücksichtigen, dass die Nutzung des Objekts aus finanzieller Sicht als gering einzustufen ist. Vor diesem Hintergrund sollte die Verhältnismäßigkeit einer kostenintensiven Neubaumaßnahme besonders geprüft werden.“

Dem stimmte der Ortsvorsteher Gerd Korup zu:

„Das ist durchaus richtig. Der Gemeinderaum wird relativ selten genutzt. Aber das Haus ist auch ein Miethaus. Und die Mieter nutzen  regelmäßig diesen Hauseingang, um ihre Wohnung zu erreichen.“

Die Gemeindevertreter Planetals stimmten der Notwendigkeit einer neuen Treppe des Dorfgemeinschaftshauses einstimmig zu, so dass nun die Amtsverwaltung Niemegk den Auftrag erhielt, nach Vorlage eines Angebotes Fördermittel zu beantragen. 

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