Reetzerhütten / Wiesenburg/Mark. Grund für den Bebauungsplan „Alte Hölle“ ist die Sicherung des Betriebes als Veranstaltungsort und der Erwerb des Grundstückes durch den Verein „Alte Hölle e. V.“.

Seit dem Kauf des Geländes durch den Verein werden diverse Veranstaltungen und Seminare auf dem Gelände durchgeführt. Um diese Nutzung fortführen zu können, hat der „Alte Hölle e.V.“ einen Antrag für einen Bebauungsplane gestellt. Vorrangig geht es um eine Bestandssicherung der bestehenden Gebäude und Anlagen. Man möchte den Ort weiterentwickeln. Mit der Aufstellung des Bebauungsplans werden die bauplanungsrechtlichen Grundlagen zur Realisierung des Vorhabens geschaffen.
Der Verein „Alte Hölle e.V.“ führt auf dem Gelände der „Alten Hölle“ Veranstaltungen und Seminare durch, was junge Menschen eine Möglichkeit bietet, sich weiterzubilden. Es sollen zudem Kulturangebote und Freizeitmöglichkeiten geschaffen werden und ein vielseitiger Begegnungsort entstehen. Ziel der „Alten Hölle“ ist es unter anderem den Zusammenhalt zu stärken und den Austausch und die Demokratie zu fördern. Die Säulen des Geländes sind der angesprochene Seminarbetrieb, aber auch Sondernutzungsflächen für temporäre kulturelle und gemeinschaftliche Großveranstaltungen für mehr als 1.000 Besucher, ein Tanz- und Konzerthaus und die Betriebsform als Verein.
Aufgrund der Lage im Außenbereich und innerhalb eines Landschaftsschutzgebietes werden weitreichende Bestimmungen zur Durchführung von Veranstaltungen notwendig, die durch den Bebauungsplan geschaffen werden. Ziel ist insbesondere die nachhaltige Stärkung und Weiterentwicklung des Kultur- und Tourismusangebots in der Gemeinde Wiesenburg/Mark. Damit werden zugleich positive Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde und der Region gesetzt. Die Entwicklung des Geländes der „Alten Hölle“ ist daher als im öffentlichen Interesse liegend zu bewerten. Durch die Etablierung eines überregional wirksamen Seminar- und Veranstaltungsstandortes ist davon auszugehen, dass Besucherinnen und Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet nicht nur das Plangebiet selbst, sondern auch die Gemeinde Wiesenburg/Mark sowie die umliegenden Ortsteile frequentieren. Hieraus ergeben sich mittelbare Wertschöpfungseffekte insbesondere für das örtliche Gastgewerbe, den Beherbergungssektor sowie weitere dienstleistungsorientierte Betriebe.

Der Plan ist in verschiedene Gebiete unterteilt. So soll zum Beispiel die Wiese als Campingplatz genutzt werden können. Eingriffe in den Baumbestand wird es dafür nicht geben. Am Hotelgebäude selbst steht die Dachsanierung an. Eventuell soll in späteren Jahren aufgestockt werden. Weiterhin sollen Parkplätze geschaffen werden, um ein wildes Parken im Wald bei Veranstaltungen zu verhindern. Das Wohnhaus dient derzeit als Unterkunft für 30 Personen, die Veranstaltungen betreuen oder Seminare leiten. Möglicherweise wird es einmal durch einen Neubau ersetzt, aber das liegt in weiter Zukunft. Zuerst einmal soll das Gelände als Beherbergungs- und Veranstaltungsbetrieb weiterentwickelt werden.
Die Ausführungen waren für die Mitglieder des Hauptausschusses der Gemeindevertretung Wiesenburg/Mark sehr allgemein und weit in die Zukunft hineingehalten. Kritisch wird die Besucherzahl von mehr als 1.000 Leuten gesehen. Ob diese Zahl realistisch zu sehen ist, kann man heute noch nicht abschätzen, die Obergrenze liegt für die vorhandenen Möglichkeiten bei 2.000 Gästen. Auch werden nie 30 Personen im Wohnhaus vor Ort sein, sondern immer nur so viele, wie für die Betreuung notwendig sind. Maximal sind vier große Veranstaltungen pro Jahr vorgesehen.
Der Ortsbeirat Reetzerhütten befürwortet die Pläne, möchte aber auch einiges konkretisiert haben. Da das gesamte Gelände im Landschaftsschutzgebiet liegt, sollen die Träger öffentlicher Belange rechtzeitig eingebunden werden. Die Entscheidung darüber liegt nun bei den Gemeindevertretern.
(Artikelfoto: Eingang zur Alten Hölle)
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