Bad Belzig. Zu einem sehr außergewöhnlichen Einsatz wurde Feuerwehren aus dem
Stadtgebiet Bad Belzig, die Höhenrettung sowie die Drohneneinheit des
Landkreises Potsdam Mittelmark am Sonntagabend gerufen.
Nachdem über den Polizeinotruf eine Person als vermisst gemeldet worden war, kam es gegen 20:30 Uhr zum Einsatz der Feuerwehr. Schnell wurde entschieden, dass dies eine Aufgabe für die Höhenretter sein musste: in einer Höhe von 155 Metern war die vermisste Person, ein 33 jähriger Mann, auf der Plattform eines Funksendeturmes in Weitzgrund (Bad Belzig) entdeckt worden.
Der Hubschrauber der Polizei hatte die Person auf dem Mast gesichtet, die zusätzlich alarmierte Drohneneinheit konnte den Gesundheitszustand des Mannes per Wärmebild in über der 150m Höhe ermitteln. Nach der gegen 21:25 Uhr erfolgten Nachalarmierung trugen weitere Ortsfeuerwehren aus Bad Belzig zum Ausleuchten der Einsatzstelle bei.
Erst nach Freischalten von Strom und Sendeeinrichtung (Lebensgefahr) konnte der Turm bestiegen werden, dies erfolgte gegen 23:20 Uhr: Nun war der Turm stromlos, die Rettung aus der Höhe konnte beginnen. Gegen 23:35 Uhr stiegen 5 Höhenretter hoch, der Aufstieg dauerte rund 50 Minuten, schließlich konnte um 00:28 Uhr Patient erreicht werden. Durch Probleme der Turmeigenen Sicherung dauerte der Aufstieg länger als erwartet. Um 01:02 Uhr dann folgte der Beginn der Operation: Der Patient wird im inneren Bereiches des Turmes abgeseilt und kann dann um 01:56 Uhr am Boden schließlich anden Rettungsdienst übergeben werden.
Mit den Einsatzende um 03:50 Uhr war eine erfolgreiche Episode des Brand- und Katastrophenschutzes Potsdam-Mittelmark abgeschlossen.
Kreisbrandmeister Jens Heinze zollt den beteiligten Akteuren großen Respekt:
„Ein großes Lob an die beteiligten Rettungskräfte, die mit ihrer guten Ausbildung und dem gezeigten Einsatz für den sicheren Abschluss der nicht alltäglich Operation gesorgt haben“.
(Pressemitteilung des Landkreises Potsdam-Mittelmark | Kai-Uwe Schwinzert)
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