kommunalwahl,wolf hingst,wiesenburg/mark bündnis90/die Grünen

Dafür stehe ich – Wolf Hingst aus Wiesenburg kandidiert zum ersten Mal für die Gemeindevertretung und für den Ortsbeirat

Wiesenburg/Mark. Es gibt Erstwähler, aber auch Erstkandidaten für die anstehenden Kommunalwahlen in der Gemeinde Wiesenburg/Mark.

Zu letzteren gehört Wolf Hingst aus Wiesenburg. Seit vier Jahren lebt der 55 jährige mit seiner kleinen Familie im Fläming, seit drei Jahren in Wiesenburg. Sein kleines Töchterchen war mit ein Grund, sowohl für den Ortsbeirat, als auch für die Gemeindevertretung zu kandidieren. „Ich wünsche mir eine lebenswerte Umwelt, gerade für Familien“, sagt Wolf Hingst. So ist eines der Themen, für die er steht, mehr Angebote für Jugendliche zu schaffen. Das wurde ihm noch mehr deutlich bei einer Zusammenkunft des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Wiesenburg/Mark, deren Mitglied er selbst und seine Frau sind. Den Jugendlichen fehlt einfach ein Treffpunkt außerhalb des Feuerwehrlebens, wie es früher der „Eiskeller“ im Park war. „Den wird man wohl nicht mehr reaktivieren können“, so Hingst, „dazu sind die Anforderungen an Sicherheit und Brandschutz zu hoch.“ Es müssen Bedingungen geschaffen werden, dass besonders junge Familien in den Fläming ziehen und auch bleiben. Ansätze dafür gibt es bereits durch die Gemeindeverwaltung. Dazu gehört auch die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Wolf Hingst steht sowohl auf der allgemeinen Liste Wir für Wiesenburg für den Ortsbeirat, als auch auf der langen von Bündnis90/Die Grünen für die Gemeindevertretung. Der studierte Sozialwissenschaftler arbeitet für die Stiftung Stop Ecocide Deutschland. Das ist eine weltweit tätige Organisation, die sich für die Anerkennung schwerer Umweltdelikte und deren Verankerung im Völkerrecht einsetzt. „Das Völkerrecht sollte entsprechend ergänzt werden“, so Hingst. Vor kurzem hat die EU den Weg dafür geebnet, obwohl sich zu Leidwesen von Wolf Hingst Deutschland bei der Abstimmung enthalten hat.

Wolf Hingst war schon länger mit anderen im Gespräch über eine Kandidatur zu den Kommunalwahlen. Nach der ersten Veranstaltung in Schlamau hat er intensiver darüber nachgedacht. Und ist der Einladung von Norbert Hesse zur Veranstaltung in Mals Scheune gefolgt, um sich aufstellen zu lassen.

Dass sich Wolf Hingst viel mit Umweltthemen beschäftigt, ist allgemein bekannt. Das möchte er auch als Kommunalvertreter fortsetzten. Aber er möchte die Dinge immer mit dem Blick auf die Menschen machen, was für diese Sinn macht. Da ist zum einen das Nahwärmenetz in Wiesenburg, wo es ja schon vielversprechende Gespräche gibt. Außerdem steht das Thema Solarenergie auf seiner Agenda. Dabei denkt Wolf Hingst jedoch nicht an Großinvestoren und riesige Solarparks, sondern an private Möglichkeiten. Er hat eine Firma in Halle gefunden, die Balkonkraftwerke aufrüstet. So könnte sich ein Einfamilienhaus fast autark mit Energie versorgen. Die Pilotanlage zum Selbsttest ist bereits bestellt.

Auch der Tourismus spielt für Wolf Hingst eine große Rolle. „Wir müssen die Schönheit unserer Landschaft, verbunden mit der Berlinnähe noch besser nutzen“, sagt er.

Ob Wolf Hingst seine Ideen einbringen kann, entscheiden die Bürger an der Wahlurne.

Views: 50

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Hol dir die App

Ab sofort kannst du Zauche 365 ganz bequem auf deinem Smartphone lesen.

Login