Reetz. Nur die Harten kommen in den Garten, heißt ein gängiger Spruch. Und das traf für das Echt Enduro Rennen am vergangenen Wochenende auf dem Reetzer Mühlenberg auch zu.
Der Sturm zerriss die Bänder der Streckenmarkierungen, so dass die Fahrer die Strecke nicht mehr erkennen konnten. Eine Auffahrt war schließlich nicht mehr befahrbar. Aber die Organisatoren des MSC Burg Eisenhardt waren schnell dabei, alles wieder zu richten, die Auffahrt wurde aus dem Rennen genommen. An beiden Tagen betrug die Fahrzeit für eine Runde über 20 Minuten. Dabei gab es neue Abschnitte in den umliegenden Waldstücken, verbunden mit einigen Feldabschnitten. Für einige hatte es vor allem die Sonderprüfung in sich: Tiefer Sand und einige Auffahrten sorgten für Probleme. Unter anderem war dies auch der Grund für einen Abbruch und Neustart mit einer neuen maximalen Fahrzeit von drei Stunden. Mit einer kleinen Änderung an der Strecke verlief das restliche Rennwochenende dann problemlos. Auch eine vorbeiziehende Windhose am Sonntag vor den 3-Stunden-Cross-Country hatte auf den zweiten Renntag keine Auswirkungen.
„Echt Enduro ist eine thüringische Rennserie. Für die sonstigen Hartbodenfahrer der Serie, ist der Märkische Sand eine Herausforderung und auch eine Umstellung“, sagt Ronny Herbke, Vorsitzender des MSC Burg Eisenhardt.
In der Serie fährt sowohl der Profi als auch der Hobbyfahrer mit. Am Samstag gab es ein 4-Stunden-Rennen, das war in zwei Streckenabschnitte unterteilt. Ein Streckenabschnitt wurde dabei nach Zeit durchfahren. Beim 4-Stunden-Rennen werden den verschiedenen Klassen dementsprechende Rundenzahlen vorgegeben, die in der vorgegebenen Zeit zu absolvieren sind. Am Sonntag gab es einen 3-Stunden-Endurosprint, dabei gilt: die meisten Runden in den drei Stunden zählen. Im Schnitt brauchten die Fahrer knapp 30 Minuten für eine Runde. Bei beiden Läufen gab es einige natürliche und auch künstliche Hindernisse. Bei den Hindernissen gibt es als Alternative eine Umfahrung. Diese ist immer zeitintensiver bzw. mindestens drei mal länger als der kurze schwierige Weg. Besonders der Graben mit Holzstämmen und Holzstücken und einer anschließenden Rampe war herausfordernd – und auch für die Zuschauer besonders interessant.
Auch der Sturm kann Einfluss haben. „Beim Springen mit dem Motorrad kommt es auf die Windrichtung an“, erklärte Ronny Herbke. Vergleichbar ist es mit dem Fahren eines kleinen LKWs. Kommt der Wind von der Seite kann man auch schon mal „im Graben landen“ bzw. beim Motocross außerhalb der Strecke. Kommt der Wind von vorn, springt man nicht so weit wie man vorhatte oder man muss im Vorfeld mehr Gas geben. Da heißt es, den Lenker mit aller Kraft festhalten, um die Richtung beizubehalten.
Über 100 Teilnehmer waren zur letzten Saisonstation des ECHT Endurocups in Reetz angetreten. Darunter war auch Henry Strauss, der frisch gebackene DOWATEK HardEnduroSeries Germany Champion 2024. Dass er auch im klassischen Enduro schnell ist, bewies er am Wochenende. Er konnte alle Sonderprüfungen für sich entscheiden und somit souverän die Sportfahrerklasse gewinnen.
Die Ergebnisse können unter: www.endurocup.de nachgelesen werden.
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