Stadt Bad Belzig. Die heißen Temperaturen der letzten Tage werfen ihre Schatten voraus – die Freibadsaison beginnt.
In der Kommune gibt es drei Freibäder, in Fredersdorf, Dippmannsdorf und Bad Belzig selbst. In Fredersdorf und Dippmannsdorf steht seit vielen Jahren ein Verein hinter dem Betrieb des Bades. In Bad Belzig hat sich nun auch ein Verein gegründet. René Schubert vom Förderverein für das Bad Belziger Bad stellte den Mitgliedern des Sozialausschusses Gedanken und Pläne vor. Der noch junge Verein will sich bemühen, die Attraktivität des Bades zu erhalten und zu verbessern. So wollen die Mitglieder den Kindertag mitgestalten und sammeln derzeit Spenden für eine Rutsche im Kinderbecken.
Nicht so gut kommen da die neuen Öffnungszeiten an. Ab Ende Mai wird das Bad erst ab 12 Uhr geöffnet sein. Dadurch zieht man tendenziell weniger Besucher an. Vor allem sei dann sportliches Schwimmen kaum noch möglich. Auch für die Senioren sind die neuen Zeiten kritisch, kamen diese doch gern am Vormittag, wenn noch nicht so viel Betrieb ist. Teilweise reisten die Besucher sogar aus Berlin an, um in Ruhe ihre Bahnen ziehen zu können. Die Änderungen haben vor allem personelle Gründe, wie Bürgermeister Robert Pulz erklärte. Auf die Ausschreibungen für die Betreuung und Rettungsschwimmer gab es keine Bewerbungen. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass der- oder diejenige außerhalb der Saison im technischen Dienst arbeiten müsste. Da zog auch die höhere Eingruppierung beim Gehalt nicht. Durch Verträge mit der DLRG und der Therme ist die Saison aber abgesichert, wenn auch mit den genannten veränderten Öffnungszeiten.
So stellte sich den Mitgliedern des Sozialausschusses die Frage, ob das Bad unter Aufsicht von einem Rettungsschwimmer nicht auch außerhalb der Öffnungszeiten nutzbar wäre, ganz speziell für die Senioren. Gleichzeitig erging ein Aufruf an die Seniorinnen und Senioren für Hilfskräfte an den Vormittagen. Die Stadtverwaltung wird noch einmal eine Ausschreibung tätigen, aber die Hoffnung, dass sich doch noch jemand meldet, ist gering. Immerhin ist kein Schließtag in der Saison in allen drei Freibädern geplant.
Bodo Sternberg aus Fredersdorf sieht für die Zukunft eine Chance in den Vereinen. Dort solle man sich engagieren, selbst Rettungsschwimmer auszubilden. Dann könne man sich gegenseitig unterstützen. Man muss also eine langfristige Planungsstrategie entwickeln, die Synergien mit der Therme liegen auf der Hand.
Zusätzlich machen sich alle aber auch sorgen um die schon etwas ältere Technik im Bad Belziger Freibad.
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