Klein Glien. Sie hat begonnen, die siebte Kreativsause im Coconat in Klein Glien. Und fast schon obligatorische fand die Eröffnung bei strömendem Regen statt. Trotzdem waren viele Gäste gekommen.
Neben Bad Belzigs Bürgermeister Robert Pulz auch Daniel Menzel vom Tourismusverband Fläming e.V. und Stefan Ratering vom Naturparkverein, letzterer als der Träger des Projektes. Gefördert wird es mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, des Landkreises Potsdam-Mittelmark, sowie der Zukunftsschusterei, dem Smart City Modellprojekt in Bad Belzig und Wiesenburg.

Die Kreativsause ist nicht mehr nur ein Treff für kreative Leute, sondern hat sich weiterentwickelt. Inzwischen treffen sich dort engagierte Menschen, die die Zukunft mitgestalten wollen. Dabei kommt es nicht nur auf Ideen und Visionen an, sondern vor allem darauf, gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Doch eins ist seit Beginn geblieben: Kreativität, Leichtigkeit und Begegnung schaffen den Raum für neue Perspektiven, mutige Ideen und offenen Austausch.
Und so gestaltete sich die Eröffnung durch Antje Aschenbach auch etwas anders als sonst. Die offiziellen Gäste sollten ihre Gedanken zur Zukunft darstellen. Frei nach dem diesjährigen Motto: Hier beginnt, was wir verändern. „Der Ton wird rauer in der Gesellschaft“, sagte Stefan Ratering:
“Da fragt sich jeder, was kann ich überhaupt noch tun?“
Und so hat die Kreativsause in diesem Jahr ein ziemlich politisches Profil mit der Frage, welche Rolle Kreativität in diesem Zusammenhang spielen kann.
„Die Zukunft beginnt, wenn sich zwei Menschen mit unterschiedlicher Meinung an einen Tisch setzten“, so die Meinung von Robert Pulz. Denn Veränderungen beginnen mit kleinen Schritten. Auch er bemerkt, dass die Bürgerinnen und Bürger zunehmend unzufriedener sind. Deshalb sei Dialog so wichtig. Und so sieht er als schärfste Waffe eines Bürgermeisters das Gespräch, denn er darf einladen. All das fordert natürlich auch Mut. Besonders, wenn Entscheidungen zu treffen sind, ohne vorher die volle Faktenlage zu kennen. Dafür müsse man ein Gefühl entwickeln, so Robert Pulz. Sein Ziel für die Kreativsause ist es, diese auf finanziell solide Beine zu stellen. Die Stadt Bad Belzig allein hat dafür nicht genug Mittel. Trotzdem hofft er auf eine gut besuchte Woche trotz Baustellenampel. „Trauen Sie sich, auch über große Dinge zu philosophieren“, sagte Robert Pulz und bezog sich dabei auf das Intervenieren von Donald Trump bei der Fußball-WM.
Obwohl sich der Fläming ziemlich gut entwickelt hat, gibt es immer noch große Baustellen. Um darüber zu reden und Lösungsansätze zu finden, ist es den Machern wichtig, dass sich viele Menschen aus Stadt und Land und vor allem direkt aus der Region zusammenfinden. Besonders letzteres ist wichtig, um festzustellen: Wie sieht die Realität aus.
Und so ist die Kreativsause etwas für Engagierte, Neugierige, Macherinnen, Interessierte, Impact-Communities, Mitarbeitende aus Verwaltungen und Stiftungen, lokale Initiativen, Forscherinnen, Kreative Familien und Nachbar*innen – aus der Region und von überall. Manche bringen Ideen mit. Andere kommen, um neue Perspektiven zu finden. Menschen, die etwas bewegen wollen – und solche, die erst einmal schauen, was entsteht. Wieder andere lassen sich treiben und genießen die besondere Stimmung vor Ort.
Das Programm 2026 wurde von Katharina von Sohlern kuratiert und führt durch unterschiedliche Perspektiven gesellschaftlicher Transformation.
Das Programm ist auch für Tagesbesucher kostenfrei.
Mehr Informationen gibt es auf der Homepage: www.flaeminger.kreativsause.de
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Ein Kommentar
Danke für die schöne Zusammenfassung … jetzt sind wir schon mittendrin in der Woche voller Zukunftsperspektiven. Ihr seid herzlich eingeladen, vorbeizuschauen. Wenn’s im Hof leer aussieht, dann sind alle in Workshops … ihr findet immer jemanden an der Rezeption im Hof, die weiterhelfen kann.
Tipp: Der Samstag-Abend wird episch! Den Abschluss um Mitternacht macht Lucina’s Light – eine wahrlich poetische Lichtshow.