Wiesenburg/Mark. Mit dem Antrag der Firma PLANWERK Ingenieure & Architekten vom 23.06.2026 wurde im Auftrag der Deutschen Post AG die Befreiung von Festsetzungen des Bebauungsplans Nr. 14 „Friedrich-Ebert-Straße 24-25“ für die Errichtung einer Packstation beantragt.
Die geplante Packstation befindet sich außerhalb der festgesetzten Baugrenze des Bebauungsplans Nr. 14. Bei der DHL-Packstation handelt es sich um eine Hauptanlage. Damit ist die Befreiung von den Festsetzungen erforderlich. Bei der DHL-Packstation handelt es sich um einen nicht störenden Gewerbebetrieb. „Die Packstation dient zum einfachen, unabhängigen Abgeben und Abholen von Groß- und Maxibriefen, Bücher- und Warensendungen und Paketen. Sie dient auf eigene Art und Weise der Versorgung des Gebietes. Die gewählte Position gewährleistet eine nicht störende aber dennoch praktische und funktionale sowie zeitlich unabhängige Nutzung dieser Dienstleistung. Durch die Platzierung einer Packstation an einem Lebensmittelmarkt kann der Kunde seinen Einkauf mit dem Abholen oder Aufgeben einer Sendung verbinden“ heißt es in der Begründung.
So gut so eine Packstation auch wäre, sie verursacht erhebliche Bauchschmerzen. Auch bei Norbert Hesse, dem Wiesenburger Ortsvorsteher. Er hält den Standort für nicht geeignet und sieht Probleme für die ansässige Poststelle. Deren Inhaber Dirk Fröhlich rechnet im Falle einer Aufstellung mit 40% weniger Einnahmen, was den wirtschaftlichen Betrieb gefährden würde. So schlug Norbert Hesse vor, die Packstation an der Postfiliale einzurichten. Dann hätten diejenigen die Möglichkeit ins Geschäft zu gehen, wenn sie die Packstation nicht nutzen können. Auch seine die Parkmöglichkeiten dort besser. Grundsätzlich fanden alle die Idee gut. Bürgermeister Marco Beckendorf wies jedoch darauf hin, dass die Post die Packstation auch ohne Abstimmung mit der Gemeinde an einem anderen Standort errichten könnte. Deshalb schlug er auf der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses vor, den Antrag abzulehnen, der Post aber den neuen Vorschlag an der Postfiliale zu unterbreiten und dafür zu werben. Die Verwaltung erhielt somit den Auftrag, sich mit der Firma PLANWERK Ingenieure & Architekten in Verbindung zu setzen, um den neuen Standort umzusetzen. Der Antrag wurde vom Hauptausschuss abgelehnt. (Aus dem Protokoll der Gemeinde)
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