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Die Gottesanbeterin

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Reetz. Noch vor einigen Jahren wäre es eine Sensation gewesen, eine Gottesanbeterin in unseren Breiten zu sehen.

Das wärmeliebende Insekt war vorrangig im Süden Europas verbreitet. Die vergangenen heißen Sommer haben sie inzwischen auch bis nach Brandenburg gelockt. So traf auch ich einige auf meinen Spaziergängen. Und hab die KI mal nach ihr gefragt.

Die Gottesanbeterin gehört zur Ordnung der Fangschrecken (Mantodea). Ihr wissenschaftlicher Name lautet Mantis religiosa. Sie ist ein räuberisches Insekt und ernährt sich vor allem von anderen Insekten und Spinnen. Mit ihren kräftigen Vorderbeinen kann sie ihre Beute blitzschnell greifen und festhalten. Die Vorderbeine sind mit spitzen Dornen ausgestattet.

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Warum heißt sie „Gottesanbeterin“?

Ihren ungewöhnlichen Namen verdankt die Gottesanbeterin der Haltung ihrer Vorderbeine. Wenn sie wartet oder auf der Jagd ist, hält sie ihre Fangbeine vor dem Körper zusammen. Das sieht so aus, als würde sie beten. Daher kommt die Bezeichnung „Gottesanbeterin“. Auch der wissenschaftliche Artname religiosa bedeutet „religiös“ bzw. „fromm“.

Die scheinbar friedliche Haltung täuscht allerdings: Die Gottesanbeterin ist ein geschickter und sehr schneller Räuber. Sie kann lange völlig still sitzen und wartet, bis sich ein Beutetier nähert. Dann schnappt sie mit ihren Fangbeinen blitzschnell zu.

Woher stammt die Gottesanbeterin?

Die Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) stammt ursprünglich aus Afrika. Von dort beziehungsweise aus den südlichen Regionen ihrer ursprünglichen Verbreitung hat sie sich über den Mittelmeerraum und große Teile Asiens ausgebreitet. Heute kommt sie unter anderem von Südeuropa über Osteuropa bis nach Asien und Japan vor.

Sie liebt warme, sonnige und eher trockene Lebensräume. Man findet sie beispielsweise auf Wiesen, an Waldrändern, auf Brachen, in Gärten und auf anderen offenen Flächen mit höherer Vegetation.

Wie weit ist sie in Europa verbreitet?

In Europa ist die Gottesanbeterin vor allem in den südlichen und wärmeren Regionen weit verbreitet. Ihr ursprüngliches europäisches Hauptverbreitungsgebiet liegt im Mittelmeerraum. Von dort hat sie sich zunehmend weiter nach Norden ausgebreitet.

Auch in Deutschland breitet sie sich immer weiter aus. Früher war sie hier vor allem in besonders warmen Gebieten von Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und dem Saarland zu finden. Seit den 1990er-Jahren gibt es jedoch immer mehr Nachweise in anderen Teilen Deutschlands. In Brandenburg wurde sie beispielsweise erstmals 2007 nachgewiesen. Inzwischen gibt es dort etablierte Vorkommen.

Die Ausbreitung nach Norden wird unter anderem durch die zunehmenden warmen Sommer begünstigt. Die Gottesanbeterin gehört deshalb zu den Arten, an denen man Veränderungen der Verbreitung wärmeliebender Tiere beobachten kann.

Wie viele Arten von Gottesanbeterinnen gibt es?

Weltweit gibt es mehr als 2.400 beschriebene Arten von Gottesanbeterinnen bzw. Fangschrecken. Die meisten Arten leben in tropischen und subtropischen Regionen, weshalb die Vielfalt dort besonders groß ist.

In Europa gibt es dagegen deutlich weniger Arten. Eine ältere umfassende Zusammenstellung nennt 27 Arten aus 13 Gattungen. In Deutschland kommt als heimische Art vor allem die Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) vor.

Interessante Besonderheiten

Eine ausgewachsene weibliche Gottesanbeterin kann ungefähr 7 cm groß werden und ist damit für ein Insekt ziemlich groß. Sie besitzt außerdem eine außergewöhnliche Fähigkeit: Sie kann ihren Kopf weit drehen und dadurch ihre Umgebung beobachten, ohne ihren Körper bewegen zu müssen.

Bei der Paarung kann es vorkommen, dass das Weibchen das kleinere Männchen auffrisst. Das ist jedoch nicht bei jeder Paarung der Fall.

Zusammengefasst: Die Gottesanbeterin ist ein wärmeliebendes, räuberisches Insekt. Ihren Namen bekam sie wegen ihrer an eine betende Person erinnernden Haltung. Die Europäische Gottesanbeterin stammt ursprünglich aus Afrika und hat sich über den Mittelmeerraum weit nach Europa und Asien ausgebreitet. Weltweit gibt es mehr als 2.400 Arten, in Europa dagegen nur vergleichsweise wenige.

(Text: Ki-generiert)

Hier einige Fotos von meinen Begegnungen mit einer Gottesanbeterin:

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