Krahne/Reckahn: Bürgermeister will sich Elternwillen beugen – Uwe Brückner reagiert auf Forderungen

Krahne, Reckahn. Der Bürgermeister der Gemeinde Kloster Lehnin, Uwe Brückner, hat Verständnis für die Eltern. Zwar warb er weiterhin für die Beschulung der Kinder aus den beiden Kloster Lehniner Ortsteilen Krahne und Reckahn auf der Lehniner Gesamtschule, aber „dem Willen der Eltern ist zu folgen, da kann ich mitgehen“, sagte der Gemeindechef in der Einwohnerversammlung am 3. November 2026 in Reckahn und wiederholte den Satz sinngemäß zwei Stunden später bei der Versammlung in Krahne.

„Die Verwaltung wird die Wahlfreiheit der Gemeindevertretung vorschlagen, der Elternwille steht auch nach einer Änderung der Schulbezirkssatzung und das sowohl in Brück als auch in Lehnin“, sagte Brückner.

Der Bürgermeister betonte jedoch, dass er sich eine überlappende Schulbezirkssatzung wüscht. Diese würde die Wahlfreiheit für die Eltern in Krahne und Reckahn aber auch im Amt Brück bedeuten.

Die Sätze kamen bei den Eltern gut an. Allerdings fragte eine Mutter aus Reckahn, weshalb die Wahlfreiheit nur für Reckahn und Krahne gelten soll und nicht auch für die anderen Ortsteile von Kloster Lehnin. Für Brückner ist das Angebot ein Kompromiss, eine Erweiterung auf alle Ortsteile ist für ihn nicht machbar. Die 17 Reckahner hörten gespannt zu, und auch die Ortsvorsteherinnen von Rädel, Susann Golke, und Göhlsdorf, Silvana Schille, waren bei beiden Einwohnerversammlungen dabei.

In Krahne erwarteten den Bürgermeister rund 60 Bürger im „Rittersaal“. Sie betonten noch einmal, dass ihnen der Schulbesuch in Golzow aus mehreren Gründen wichtig sei, und kritisierten den dann längeren Schulweg nach Lehnin sowie die schlechte Anbindung bei der Rückfahrt. Von schon jetzt in Lehnin bestehenden Problemen würde er zum ersten Mal hören, sagte Brückner und bat um Benachrichtigung, falls es wieder vorkommt.

Uwe Brückner stellte die Einschulungs- und Geburtszahlen vor, und bezweifelte auf Grund der vorliegenden Prognosen, ob die Schule in Golzow einen dauerhaften Bestand haben wird.

Er berichtete von Gesprächen auf allen Ebenen, von der Landesregierung über den Landkreis bis zum Schulamt und die zögerlichen Kontakte zum Amt Brück, wo die Akteneinsicht beantragt sei.

Brückner warb auch, durchaus nachvollziehbar und verständlich, für die Lehniner Schule, die freie Kapazitäten haben wird und übte eher Kritik an Golzows Angebot, das er auch als zu teuer bezeichnete.

Im Krahne wurde Brückner der Augenwischerei bezichtigt, die das vortragende Dame erhielt für ihre Aussagen starken Beifall. Seit April wird über das Thema „Änderung der Schulbezirkssatzung“ kontrovers diskutiert. Immerhin geht es, falls man der Prognose von Bürgermeister Brückner glauben darf, um drei bis maximal fünf Kinder.
Es bleibt also abzuwarten, wie es weiter geht. Zunächst wird sich die Gemeindevertretung mit dem Thema in der kommenden Sitzung befassen.

(Artikelfoto: Einwohnerversammlung in Reckahn)

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