Ganz Grabow schenkt seinen Kindern einen Spielplatz

Grabow. So einen Menschenauflauf wie am Sonnabend hat das Flämingdorf Grabow wohl selten erlebt. Zur Einweihung des neuen Kinderspielplatzes versammelten sich die Kleinen und Großen in großer Zahl. Geduldig wurde die Rede von Ortsvorsteher Matthias Gräning abgewartet. Die Spannung stieg, bis Spielplatz-Initiator Peter Ostwald und Matthias Gräning das rote Eröffnungsband zerschnitten. Schnipp, schnapp und durch war es. Schnell wurden Erinnerungsfotos geschossen und schon wurden die Spiel- und Klettergeräte erstürmt. Jeder wollte der erste sein! Das Geschenk zum Internationen Kindertag war echt gut gelungen. Nicht allein das, Grabow verfügt seit wenigen Wochen über eine neue asphaltierte Dorfstraße, die rund um die idyllisch gelegene Feldsteinkirche mit Dorfteich verläuft.

Der bisherige Spielplatz für inzwischen fast 20 Kinder bot schon längere Zeit ein erbärmliches Bild.  Es war nur eine Wippe, ein ausgedienter Reifen  und eine alte Beton-Tischtennisplatte übriggeblieben, weil die Doppelschaukel und die Rutsche in einer Nacht-und Nebel-Aktion und wohl auch ohne Wissen der Bewohner einfach abgebaut worden war. Da die Gemeinde chronisch knapp bei Kasse ist, machten die Grabower aus der Not eine Tugend. Und Peter Ostwald hatte den Plan dazu. Eltern und der Ortsvorsteher sicherten ihre Unterstützung zu. Es wurden in der Folgezeit Geld gesammelt, Material geordert und freiwillige Arbeitskräfte mobilisiert. Wann immer Zeit am Wochenende war, wurde in die Hände gespuckt und der neue Spielplatz entstand. “Jetzt gibt es einen Kletterturm,  eine Vogelnestschaukel und einen Motorikpark”, zählte Peter Ostwald auf. Der Spielplatz-Koordinator kündigte noch eine Doppelschaukel und eine Rutsche für den Kletterturm an. “Die Fördermittel sind bewilligt, aber die Lieferung dauert noch”, sagte Ostwald.

Ortsvorsteher Matthias Gräning hatte am Sonnabend allen Grabowern und ihren Helfern gedankt, die sich mit Rat und Tat, mit Arbeitsgeräten oder auch mit Geld und Sachspenden an dem Projekt beteiligt haben. Ein besonderer Dank ging an Peter Ostwald. Darüber hinaus wurden folgende Firmen genannt, die unterschiedlich am Projekt beteiligt waren: Sägewerk Schröder in Beelitz, Agrargenossenschaft Grabow, Michael Sommer Baubetreuung Treuenbrietzen, Schröter-Bau in Linthe, die Edis-Netz-GmbH, Kieswerk Rietz, Bernd Jacob Alt Bork. Der Ortsvorsteher dankte auch namentlich den privaten Spendern und der Amtsverwaltung Niemegk für die Unterstützung bei der Beantragung der Fördermittel.

Schließlich bedankte sich der Ortsvorsteher bei allen Beteiligten des kürzlich beendeten Straßenbaues in Grabow – bei den Mitarbeitern der Baufirmen, Planungs- und Verwaltungsbüros, den Einwohnern und Anwohnern für die Arbeiten und das gegenseitig aufgebrachte Verständnis für die Entbehrungen. “Mit der neuen Straße, den teilweise hergerichteten Gehwege und dem neuen Spielplatz haben wir ein schönes, neues und sauberes Ortsbild. Ich hoffe, dass es nicht nur vom Bauhof des Amtes, sondern von uns allen gehegt und gepflegt wird”, sagte Gräning.

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