Sommerfest in der Kita Reppinichen

Reppinichen. Elfriede Herbrich und Renate Abel erinnern sich gern an ihre Zeit in der Kita Reppinichen. Die beiden gehören zu den ältesten Erzieherinnen, die dort anfangs gearbeitet haben. Deshalb sind sie gern der Einladung zum Sommerfest anlässlich des 60. Geburtstages der Kita „Pusteblume“ gefolgt. „7 Jahre war ich hier“, erzählt Elfriede Herbrich. Das war Anfang der 60er Jahre. Damals haben die Eltern noch sehr viel allein gemacht, sagt auch Renate Abel. Sie erinnert sich, dass diese zum Beispiel den alten Fussboden herausgerissen und schönen weichen Spannteppich verlegt haben. Die Mädchen hatten damals noch alle eine Schürze um. Zum  Morgenkreis früh um 8 wurden alle begrüßt, zum Abendkreis um 17 Uhr verließen alle gemeinsam die Kita und gingen gemeinsam nach Hause. Meist selbstständig, kaum ein Kind wurde wie heute abgeholt. Oftmals waren die Eltern dann auch noch auf dem Feld, denn die Kita war ein Erntekindergarten. „Wir hatten zwar Geld“, so die Ehemaligen, „aber es gab ja nichts zu kaufen.“ Aber die Kita hatte eine gute Köchin, da gab es richtige Hausmannskost. Besonders in Erinnerung sind die Hefeklöße geblieben. Die Blaubeeren wurden selbst gesammelt. Dazu fuhren die Kinder mit Schülern der 10. Klasse mit dem Trecker in den Wald – heute auf Grund der hohen Sicherheitsbestimmungen fast nicht mehr machbar. Jedes Kind musste eine Tasse voll Blaubeeren sammeln. Dann spielten die älteren Kinder mit den Kleinen und die Erwachsenen füllten die Eimer. Auch brachten die Einwohner viel Obst und Gemüse aus den heimischen Gärten in den Kindergarten. So war für wirklich frisches Obst und Gemüse immer gesorgt.

Mit dem Sommerfest endet eine Reihe von Veranstaltungen zum Jubiläum. Auf der vollbesetzten Veranda hatten die Kinder kaum noch Platz für ihr kleines Programm. Kita Leiterin Doris Kiep dankte mit Blumen und einem Foto den Erziehern, Helfern und allen Unterstützern der Kita. „Ein bisschen wehmütig war das schon“, sagte sie. Besonders, als sie die Kollegen und Eltern mit einem Präsent überraschten. Da musste auch sie sich ein Tränchen verdrücken, versprach aber: „Solange es meine Gesundheut erlaubt, mache ich weiter.” Letztendlich durften alle viele bunte Luftballons in den Himmel steigen lassen, die der Wind sofort in alle Richtungen trieb.

 

 

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