Gedenken an an Hiroshima und Nagasaki

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Bad Belzig. Am 6. August jährte sich zum 73. Mal der erste Atombombenabwurf der Menschheitsgeschichte. Um 08:15 Uhr und 17 Sekunden wurde „Little Boy“ aus dem Bomber Enola Gay  auf die japanische Stadt Hiroshima abgeworfen. In einer Höhe von 580 Metern explodierte sie und hinterließ einen Ort der Verwüstung.Zehntausende Menschen starben unmittelbar während und nach der Explosion. Eine zweite Atombombe mit dem Namen „Fat Man“ wurde drei Tage später über der japanischen Stadt Nagasaki abgeworfen. Sie hatte mit 21 Kilotonnen TNT eine deutlich stärkere Sprengkraft als Little Boy. Nagasaki war ursprünglich nicht auf der Liste der Ziele, wurde aber als Ersatz für die alte Kaiserstadt Kyoto zugefügt. Auf Anordnung von US-Kriegsminister Henry Stimson, der Kyoto einst besucht hatte und um dessen Bedeutung als kulturelles Zentrum Japans wusste, war die Stadt aus der Liste der potentiellen Ziele gestrichen worden. Das eigentliche Ziel für die zweite Bombe war jedoch Kokura, eine Stadt mit viel mehr Rüstungsindustrie als Nagasaki. Bei der Ankunft lag Kokura jedoch unter einer dichten Wolkendecke. Bei drei Anflügen war die Sicht stark behindert, sodass der Angriff abgebrochen wurde. Die Bombe sollte nur nach Sicht abgeworfen werden, da sie die Rüstungsbetriebe treffen sollte. Da dies nicht möglich war und das Flugbenzin zur Neige ging, flog der Pilot das Ausweichziel Nagasaki an. Fat Man ist bis heute die letzte im Krieg eingesetzte Atombombe. Immer noch haben die Überlebenden und ihre Kinder und Enkel mit den Auswirkungen durch die Strahlenverseuchung zu kämpfen.

Jährlich gedenkt die Bad Belziger Ortsgruppe der LINKEN der Opfer des Massakers. In diesem Jahr traf man sich dazu am „Haus am See“ in Bad Belzig. Fraktions- und Vorstandsmitglied Helmut Peltret sprach einleitende Worte, Fraktionsvorsitzende Angela Heyer erzählte die Geschichte eines Schülers, der den Abwurf miterlebte und überlebte. Dieser berichtete nun öffentlich darüber, dass seine Kinder die Spätfolgen des Abwurfs ereilten, sein Sohn starb an Krebs, seine Tochter leidet an einer unheilbaren Nervenkrankheit. Nicht viele trauen sich mit dem Thema an die Öffentlichkeit obwohl sie überzeugt sind, dass noch heute Menschen an den Spätfolgen sterben. So erinnert die „Linke“ nicht nur an den Tag, sondern fordert auch die Abschaffung der mehr als 15.000 Atomsprengköpfe, die es derzeit auf unserem Planeten gibt. Seit der Wende trifft man sich jedes Jahr. Eigentlich wollte man zum Gedenken an die Opfer auch Kerzen auf dem Teich schwimmen lassen. Davon hatte jedoch die Feierwehr auf Grund der hohen Waldbrandgefahr abgeraten.

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