Osterfeuer in Reetz

Reetz. Auf die Reetzer Kinder wartete beim Osterfeuer eine extra Überraschung. Der Osterhase hatte sich nämlich schon einen Tag vorher auf den Weg gemacht und am großen Holzhaufen viele kleine Päckchen versteckt. So mussten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr mit dem Anzünden warten, bis alle Päckchen gefunden wurden. Die Idee dazu hatten Karin und Ortwin Renner. Sie hatten sich überlegt, wie man den Kindern eine zusätzliche Freude machen könnte. So hatten sie über 30 kleine Tütchen mit Ostereiern und Schokolade gepackt. „Es ging uns nicht darum, große Geschenke zu machen“, so Ortwin Renner, „den Kindern geht es ja vor allem um das Suchen.“

Da Reetz einen speziellen Feuerplatz hat, konnte das Osterfeuer dort stattfinden. An den Tagen davor konnten die Einwohner ihren Baumschnitt aus dem Garten gegen ein kleines Entgelt dorthin bringen. Das Geld wird in die Gemeindekasse eingezahlt und verwendet, wenn wieder eine Beräumung der Feuerstelle notwendig ist. Aber auch in Reetz mussten auf Grund der hohen Waldbrandwarnstufe Vorkehrungen getroffen werden.

Die Kameraden der Feuerwehr hatten mit Unterstützung eines ansässigen Betriebes rund um das Feuer noch einmal ordentlich gewässert. Auch stand für den Notfall ausreichend Löschwasser zur Verfügung. „Eigentlich kann nichts passieren“, so Ortswehrführer Steffen Teuber, „der Wald ist kilometerweit entfernt und die Hecken stehen im Saft, sind also schwer entflammbar.“ So hatten alle Gäste ihre Freude an der Tradition.

Besonders glücklich waren alle über das schöne Wetter. So konnte man gemütlich draußen sitzen, etwas trinken und leckere Grillwurst essen. Die Einwohner erinnerten sich aber auch an andere Tage. So war es im vergangenen Jahr ziemlich kalt und regnerisch. Ein paar Jahre davor war der Platz durch den Regen so aufgeweicht, dass man ihn nur mit Gummistiefeln betreten konnte. Was die Kinder natürlich nicht gestört hat – nur hieß es hinterher noch einmal: ab in die Wanne!

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