Wiesenburg/Mark: Frühstück und Verper für Kita Kinder

Wiesenburg/Mark. Die Gemeinde Wiesenburg/Mark ist froh, mit Doreen Selent eine Vertreterin im Vorstand des Kita-Elternbeirats-Potsdam-Mittelmark zu haben. Nachdem sie sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt hatte, sah sie das als guten Weg, ein Mitspracherecht auszuüben. Der Elternbeirat unterstützt die Elternvertreter in Kitas und vertritt deren Interessen in den einschlägigen Gremien. Außerdem hat er ein ständiges Anhörungsrecht im Jugendhilfeausschuss. In der Gemeinde Wiesenburg/Mark  geht es vorrangig um die Überarbeitung der bestehenden Satzung.

Diese stammt bereits aus dem Jahr 2002. Sie ist gültig, muss aber zwingend überarbeitet werden. Auf der vergangenen Sitzung des Sozialausschusses der Gemeinde wurden Gedanken und Vorschläge für die Neufassung besprochen. Dazu wird der Landkreis eine Mustersatzung zur Verfügung stellen. Diese muss aber den Bedürfnissen angepasst werden. Man könne sich nicht mit großen Kitas wie zum Beispiel in Kleinmachnow vergleichen.

„Das Thema gehört mehr in die Öffentlichkeit“, so Doreen Selent. In Wiesenburg geht es vor allem um die Versorgung. Wie diese aussehen soll, muss auf jeden Fall noch einmal in Elternversammlungen besprochen werden. Die Kinder sollen ein einheitliches Frühstück und auch Vesper bekommen. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann einen Caterer beauftragen, die Sache aber auch selbst in die Hand nehmen. Auch da gibt es wieder Unterschiede zu beachten. Kleine Kitas wie die in Medewitz haben da ein anderes Konzept als größere. Teilweise wird diese Art der Versorgung sogar schon praktiziert, wie in Reetz. „Wir haben immer Mittwochs Obst- und Gemüsetag“, berichtet Karin Priebe, Erzieherin in der dortigen Einrichtung. Die jeweilige Frühschicht ist für den Einkauf verantwortlich und die Eltern sind oft erstaunt, was ihr Kind doch alles isst. Auch wird darauf geachtet, dass die Kinder nicht ständig Süßigkeiten mitbringen. Sowohl Eltern als auch Kinder wissen das und halten sich auch daran. „Natürlich gibt es Ausnahmen wie Geburtstage“ so Karin Priebe. Und für Eventualitäten ist auch immer etwas Süßes vorrätig. Man muss die Sache nur richtig steuern, dann klappt es, so die Meinung der Erzieherin.

Doreen Selent verwies auf die Kitavernetzungsstelle als guten Ansprechpartner für dieses Thema, denn dort beschäftigt man sich nur mit Ernährung. Vor allem muss es noch einmal eine konkrete Info an die Eltern geben, was die Beiträge betrifft und wie sich die finanziellen Änderungen durch die neue Satzung auswirken. Daniela Rabinowitsch, Vorsitzende des Sozialausschusses, beruhigte schon mal dahingehend, dass Frühstück und Vesper definitiv schon im Beitrag enthalten sind. Das sieht auch Bürgermeister Marco Beckendorf so. „Die Kosten werden auf die Gemeinde zukommen, nicht auf die Eltern“, bestätigt er. Es gäbe jetzt schon sozial verträgliche Einstufungen und das werde auch so bleiben. Auf jeden Fall wird nun geplant, wann es Gespräche mit den Eltern geben wird. Am günstigsten ist es wohl zu Beginn des neuen Kita-Jahres, dann sind auch die neuen Eltern gleich mit dabei.

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