Wiesenburg: Ausstellung in der Kunsthalle

Wiesenburg. „Multifunktionshalle ist zwar ein grauseliges Wort“, so Thomas Wernicke in seinen Begrüßungsworten zur Eröffnung einer neuen Ausstellung in der umgebauten Wiesenburger Kunsthalle. Aber es ist passend. Die Künstler des Hohen Flämings sind froh, dass dieses Vorhaben geschafft wurde. Und geben gleichzeitig ein Kompliment an die Gemeinde Wiesenburg/Mark und alle Beteiligten weiter. Durch den Umbau und die damit verbundene neue Beleuchtung kommen die Werke der Künstler viel besser zur Geltung.

„Die Halle soll ein Ort der Begegnung sein“, so Wernicke. Der Kunstverein wurde 2008 gegründet. In ihm genießt man die Zusammenarbeit mit verschiedenen Generationen, aber auch zwischen Ost und West. „Wir möchten einen Funken Poesie in den Alltag bringe“, so Thomas Wernicke.

Besonders stolz waren alle, dass sie Barbara Klembt als Laudatorin für die Ausstellung gewinnen konnten. Diese hatte sofort zugesagt, aber die Rede gestaltete sich dann doch nicht so einfach. „Beim Sichten der vielfältigen Materialien der letzten 16 Jahre zur Entwicklung der Kunst- und Kulturlandschaft in Hohen Fläming quirlten so viele Gedanken in meinem Kopf, dass ich eigentlich gar nicht mehr wusste, wo anfangen und wo aufhören“, sagte sie nicht ohne ein Schmunzeln. Denn die Werke aus dem Fläming kann man an vielen Orten der Region bewundern, sowohl dauerhaft als auch in temporären Ausstellungen. So befinden sich Gemälde in der Wiesenburger Kletteranlage, in der Einkausfquelle Görzke, in der Alten Brücker Post, in Mal´s Scheune, im Kulturhaus Niemegk und vielen anderen. Und hinter allem stehen äußerst engagierte Menschen.

Die künstlerische Szene hat sich gut entwickelt. Im Jahr 2003 trafen sich auf Einladung von Helga Holz viele Flämingkünstler mit dem Vorhaben einer gemeinsamen Ausstellung. Aber es fehlte ein passender Raum. Bisher wurde die Orangerie genutzt, die wurde aber zu klein. So kam die Idee auf, die ehemalige Turnhalle am Goetheplatz zu nutzen. Dank privater Spenden und persönlichem Mitmachen wurde die Halle nach den Vorstellungen der Künstler renoviert. Schon Ende des Jahres fand die erste Ausstellung statt.

Durch den nun abgeschlossenen Umbau der Halle hat sich die Qualität für die Aussteller noch einmal deutlich erhöht. Es ist Platz für mehr Kunstwerke, die angebrachten Strahler setzten diese in das richtige Licht. „Stand die letzte Ausstellung unter dem Motto „Traum und Wirklichkeit“, so könnte die heutige Vernissage vielleicht den Titel tragen: „man muss nur fest dran glauben“, so Barbara Klembt. Außerdem wünscht sie sich für die Fortsetzung die Beteiligung von „Gastkünstlern“ aus der Gemeinde, also Künstler, die nicht Mitglied im Verein sind. Gemeinsam mit den Künstlern konnten die Besucher die verschiedenen Werke betrachten und dabei gleichzeitig ins Gespräch kommen. Besonders die Darstellungen der Mohnblüten von Jürgen Parusel kamen gut an, verbinden die meisten damit doch die schöne Landschaft im Fläming.

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