Schwanebeck: Sommerquartier gefragt

Schwanebeck. HR017 hat Quartier in der schmucken Sommerwohnung am Ortsrand von Schwanebeck genommen. Mit diesem Storch, der einen Ring mit genannten Kodierung trägt, hat ein weiterer Rotstrumpf den neuen Storchenhorst bezogen. Derselbe war erst Ende Februar durch Jürgen Skoruppa und Bodo Bunzel von der Bad Belziger Firma Elektro Belitz bezugsfertig auf- und hergerichtet worden. Spannung herrschte in den Wochen danach bei Anwohnern der Straße am Gesundbrunnen in Bad Belzigs Ortsteil.

Die Nachricht, dass sich knapp vier Wochen danach bereits interessierte Mieter gefunden hatten, verbreitete sich wie ein Lauffeuer.

Schwanebeck, StorchSchon am 28. März war es zu einer ersten Wohnungsbesichtigung gekommen. Zwei Störche ließen sich auf dem Quartier nieder, blieben jedoch nicht lange. In den Tagen danach war das Nest nur vorübergehend bewohnt. Mal ließ sich ein Vogel auf ihm nieder, mal waren es zwei. Eine deutlich sichtbare Veränderung des Geschehnes auf dem Storchenhorst trat ab dem 23. April ein. Seitdem scheinen HR017 und sein Partner – oder seine Partnerin – ihre Beziehung gefestigt zu haben. Statt allein, sind die beiden immer öfter in Gemeinschaft zu erleben.

Ein täglicher Blick zum Storchenhorst gehört mittlerweile für viele Anwohner zum Alltag; spätestens immer dann, wenn die Rotstrümpfe mit lautem klappern auf sich aufmerksam machen.

Die Hoffnung auf Storchennachwuchs scheint sich für die Schwanebecker in diesem Sommer jedoch noch nicht zu erfüllen. Obgleich Adebars Paarbeziehung nicht unbedingt fragil wirkt, scheint im Nest kein Ei zu liegen. Denn: Immer wieder fliegen beide zur Futtersuche gemeinsam aus.

“Wir freuen uns aber trotzdem riesig, dass der Storchenhorst schon im ersten Jahr angenommen wurde. Die Standortwahl muss also die richtige gewesen sein”, sagt Schwanebecks Ortsvorsteher Hartmut Jänicke und zeigt Fotos, die die Dokumentation über den ersten Sommeraufenthalt der Störche dokumentieren und die Notizen über den Aufenthalt der Vögel ergänzen sollen.

Schwanebeck, Storchenpaar
“Unser Storchenpaar”

“Vielleicht gelingt es uns ja auch noch herauszubekommen, wo HR017 beringt wurde und wo er die Wintermonate verbringt”, so Jänicke. Erste Nachfragen bei Storchenvater Gerhard Rettig aus Cammer ergaben bereits, das besagter Rotstrumpf nicht auf dem Storchenhof in Loburg beringt wurde. Aber vielleicht durch Mitarbeiter der Beringungszentrale auf der Insel Hiddensee in der Ostsee. “Eine Anfrage im Zusammenhang mit der Ringmeldung haben wir schon gestellt”, verrät Hartmut Jänicke und ergänzt “vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr mit Storchennachwuchs”.

Wie auch immer. Das Engagement der Firma E.dis, die den Masten sponserte; der Firma Elektro Belitz, die den Masten aufstellte und der Unteren Naturschutzbehörde, die den Nistkorb zur Verfügung stellte, hat sich auf jeden Fall schon einmal gelohnt.

Zeitgleich mit der Aufstellung des Storchenhorstes waren im Januar an zwei ausgemusterten Leitungsmasten am alten Belziger Weg jeweils Nisthilfen für Turmfalken installiert werden. Auch eines dieser Quartiere ist den Beobachtungen des Ortsvorstehers zufolge von Turmfalken angenommen worden.

(Artikelfoto: Schwanebecker Storchenpaar fließig am bauen)

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