Frühling im Schlosspark von Wiesenburg

Wiesenburg. Was tun während der Corona Pandemie? Ein Ausflug in den Wiesenburger Schlosspark kann nur empfohlen werden. Und aktuell gleich doppelt. Denn der Frühling hat sein Füllhorn über dem gut 130 Hektar großen Landschaftspark ausgeschüttet. Es grünt und blüht bis in den kleinsten Winkel des Areals. Naturliebhaber geraten dabei schnell ins schwärmen und der Alltag kann vergessen werden.

Curt Friedrich Ernst von Watzdorff, der den Park ab 1863 anlegen ließ, hätte sicher seine helle Freude daran gehabt. Pate für die Gestaltung des Areals stand der am Anfang des 19. Jahrhunderts auf dem Gut Siebeneichen in Sachsen nach englischem Vorbild angelegte Landschaftspark, wo von Watzdorff seine Jugend verlebte.

Später brachte der Schlossherr von seinen zahlreichen Reisen viele fremdländische Gehölze mit, und ließ sie im Wiesenburger Park anpflanzen.

Im Verlauf der Jahrzehnte unterlag die Anlage jedoch wiederholten Veränderungen, bis hin zu Ausradierungen. Mehrmals schien der Park mangels Pflege gar dem Verfall preisgegeben.

Seit fast 20 Jahren zielt die Sanierung der Anlage auf die wieder Herstellung des Urzustandes hin  – so, wie der Park bei Watzdorffs Freitod 1881 ausgesehen haben könnte.

Die Gemeinde Wiesenburg/Mark als Eigentümerin desselben erhält dabei Unterstützung durch den 1998 gegründeten Parkförderverein.

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