Fotografien für die Senioren-Wohngemeinschaft des DRK in Bad Belzig

Bad Belzig. Im vergangenen Sommer blühten an der Kirche in Haseloff wunderschöne Stockrosen. Martin Schieder aus Bad Belzig hat ihre Blütenpracht mit der Kamera im Bild festgehalten. Wie die Blüte der Maiglöckchen am Anglerteich, ein sich im Wind wiegendes Mohnblumenmeer am Stadtrand und die filigranen Blüten von Kirsch- und Apfelbäumen. Diese und andere, teils großformatige Fotografien hat der 72-Jährige der Senioren-Wohngemeinschaft des DRK in der Gliener Straße 1 in Bad Belzig geschenkt.

Seine Bilder schmücken jetzt Flure, Treppenhaus und Gemeinschaftsräume der WG, die im Oktober 2020 eröffnet wurde.

Zu einem Tag der offenen Tür konnte – bedingt durch die Coronavirus-Pandemie – erst jetzt eingeladen werden. Damit verbunden war die Einladung, Martin Schieders faszinierende Fotografien der Öffentlichkeit zu zeigen.

2018 stellte der Bad Belziger in der Filiale der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) erstmals Fotografien aus. Im Rahmen der damals stattgefundenen Ausstellung entstand der Kontakt zu Kathrin Wilhelm-Kösling, der Pflegedienstleiterin der DRK Tagespflege in Bad Belzig.

“Wir sind im Gespräch geblieben”, so Martin Schieder und erzählt, dass er seitdem, u.a. in einem Pflegeheim in Augsburg, in dem seine Mutter lebte, Fotos ausgestellt hat. “Mit erstaunlicher Wirkung auf die Bewohner und Mitarbeiter”, so der 72-Jährige. Denn seine Aufnahmen aus der Natur veränderten die Atmosphäre der langen Flure bedeutend und standen im Unterschied zu den üblichen Deko-Bemühungen in Pflegeeinrichtungen. “Ich habe gespürt wie emotional und geistig anregend meine Fotografien wahr genommen wurden”, erinnert sich der pensionierte Pädagoge.

Vier große Fotografien aus der Sparkassen-Ausstellung – damals unter dem Titel “Mo(h)ntage” – schmücken bereits seit 2018 Räumlichkeiten des DRK. Als die Senioren-WG bezugsfertig wurde, suchte Kathrin Wilhelm-Kösling neuerlich das Gespräch mit Martin Schieder. “Wir haben viele weiße Wände, willst Du nicht?” – lautete ihre Frage. Der 72-Jährige musste nicht überlegen, ob er diesen weißen Wände mit seinen Fotografien ein Stück Natur und damit, Leben schenken möchte.

Mit hohem ästhetischen Anspruch wählten Martin Schieder und Kathrin Wilhelm-Kösling bald darauf die Bilder für die Räumlichkeiten der Wohngemeinschaft aus, die überwiegend in der hiesigen Landschaft und Orten der Region entstanden.

“Mich macht es glücklich, die Fotografien hier an den Wänden zu sehen und zu erleben, wie sie auf die Bewohner wirken”, freute sich Martin Schieder am Tag der offenen Tür.

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