„Du hast den Hut auf“: Beachvolleyball in Klepzig

Klepzig. Für das bundeweite Projekt „Demokratie leben“ ist die Beteiligung der Jugendlichen besonders wichtig. Seit 2016 gibt es mit „Du hast den Hut auf“ einen Projektfond, mit dem Jugendliche unserer Region bei ihren Aktivitäten und Projekten unterstützt werden. Und das sowohl mit Know How, als auch finanziell. „So können die Jugendlichen ihre eigenen Ideen umsetzen, aber sie müssen von selbst kommen“, erklärt Wiesenburgs Jugendkoordinatorin Friederike Schmidt.

Maja Klassen aus Klepzig erfuhr durch das Schulprojekt Erasmus von diesen Möglichkeiten. Gemeinsam mit ihren Freunden aus dem Ort überlegte sie, wie sie diesen Fond nutzen könnten. Und alle hatten sofort eine Idee. Gerade in den Dörfern gibt es nicht viele Betätigungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. „Ein Beachvolleyballplatz wäre toll, dachten wir uns“, erzählt Maja Klassen. Der Platz war da, eine Wiese in der Ortsmitte. Aber eben eine Wiese, worauf es sich nicht besonders gut spielen ließ. Diese musste also erst hergerichtet werden. Mit diesem Projekt bewarben sich die Jugendlichen bei „Du hast den Hut auf“ und gewannen bei der Abstimmung ziemlich hoch. So bekamen sie 1000 Euro für die Ausrichtung eines Beachvolleyballturniers.

Doch zuerst musste Hand angelegt werden. Kein Problem für die Klepziger Jugend, die schon seit der Kindheit zusammenhält wie Pech und Schwefel. Etwa 18 Mädchen und Jungen gehören zum harten Kern der Truppe. Mit Unterstützung von Majas Papa Peter Klassen wurde der Platz hergerichtet. Sein Arbeitgeber, die Firma Zerbe Tiefbau, stellte unentgeltlich die notwendigen Maschinen zur Verfügung und besorgte preiswert den notwendigen Sand. Unterstützung gab es auch von der Gemeinde Wiesenburg/Mark. Friederike Schmidt freut sich über die Aktivitäten der jungen Leute. „So ein Engagement muss unbedingt unterstützt werden“, sagt sie. Und so kaufte sie aus ihrem Juko-Topf das Netz und die Seitenbegrenzung.

Zur Eröffnung des Platzes hatten die Klepziger die Volleyballmannschaften aus den umliegenden Dörfern eingeladen. So waren mehrere Teams aus Klepzig selbst, aus Mützdorf, Lehnsdorf, Wiesenburg und Bad Belzig am Start. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, wenn auch mit kleinen Hindernissen. Das Grillfleisch kam vom ortsansässigen Wildhändler, einen Getränkewagen hatten die Jugendlichen selbst besorgt.

Auch zukünftig wollen die jungen Leute den Platz ausgiebig nutzen. „Aber dann wird es eher spontane Veranstaltungen geben, die nicht mehr so groß sind“, sagt Maja Klassen.

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