Fünf Frauen zeigen ihre Kunst in der Wiesenburger Kunsthalle

Wiesenburg. „Spuren zwischen Land und Mensch“ heißt die neuste Ausstellung in der Wiesenburger Kunsthalle. Das Besondere ist, dieses Mal stellen nur Frauen ihre Werke aus. Die Laudatio für die einzelnen Künstlerinnen hielt Johanna Huthmacher, Projektleiterin der GEDOK Brandenburg. Die GEDOK Brandenburg ist der Brandenburgische Landesverband der GEDOK, des ältesten und größten Verbandes für Künstlerinnen in Europa. Sie arbeitet spartenübergreifend und vereint Künstlerinnen der verschiedenen Sektionen. Ihr Anliegen ist die Förderung künstlerischer Talente von Frauen. Ziel des Engagements ist es, Künstlerinnen der verschiedenen Arbeitsgebiete in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und sie bei der Verwirklichung ihrer beruflichen Interessen zu unterstützen. Die Förderung der künstlerischen Tätigkeit erfolgt durch Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Aufführungen, interdisziplinäre Kunstprojekte, fachliche Begleitung, die Mitarbeit in verschiedenen Gremien und Netzwerken und eine wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit.

In der Ausstellung zeigen die fünf Künstlerinnen ihre Sicht auf Natur und Mensch. Sie kommen aus verschiedenen Regionen, haben jedoch im Fläming ein Stück Heimat gefunden. Das spiegelt sich auch in ihren künstlerischen Werken wieder. Wie bei Sarah Schultz. Sie kommt eigentlich aus Berlin, lebt aber bereits seit 20 Jahren in Treuenbrietzen. Die 45 jährige hat Kunst studiert und sich der zeitgenössischen Malerei mit figürlichen Elementen verschrieben. Ihre Ideen entstehen meist in Momenten, in denen sie durch die Landschaft spaziert oder fährt. Sie merkt sich, was sie sieht und greift es irgendwann auf. „Anfangs weiß ich nicht wirklich, wie ein Bild am Ende aussieht“, erzählt sie:

“Es entsteht einfach.“

Manchmal arbeitet sie nach Jahren noch einmal an einem eigentlich bereits fertigen Bild. Auch greift sie oft Klassiker der Kunstgeschichte auf und verändert diese. So wird bei ihr ein Vogelkasten letztlich zu einer Rakete.

Dass es diese Ausstellung gibt, ist vor allem Helga Holz zu verdanken. Sie zeigt unter anderem eine wunderschöne Collage mit Naturfotografien. „Helga war unsere Steuerfrau und hat uns über alle organisatorischen Klippen geschifft“, dankte Brigitte Hessler ihr mit warmen Worten. Etwas verlegen nahm Helga Holz einen Blumenstrauß als Dank entgegen. Diesen nahm auch Ravi Srinivasan für seine klangvolle musikalische Umrahmung entgegen.

Helga Holz
Dank an Helga Holz

Imposant auf der Ausstellung wirkt die Installation von Bernadette Arnaud. Man kennt solche Ideen und Werke von ihr. Zu diesem erklärt sie:

„Wir befinden uns in einer Zeit, die Veränderung von uns verlangt. Wir müssen lernen, verantwortungsvoll mit unserer Umwelt umzugehen. Die Archen (Bögen) stehen für diesen beschwerlichen Weg, den wir gebückt betreten. Dabei nehmen wir mit, was uns während dieser Reise nährt: unsere Kulturen, die ich als „Gärten (Jardins)“ in verschiedenen Farben darstelle.“

Bei den meisten Werken erkennt man bereits beim Ansehen, wer sie gemalt hat. So hat Brigitte Hessler ihren ganz eigenen Stil. Auch Gabriele Kostas ließ es sich nicht nehmen, die Ausstellung zu besuchen. Die Fotografin ist bekannt von ihrer Ausstellung in den Räumen der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Bad Belzig. Demnächst, nämlich ab 10. Oktober, gibt es auf der Burg Eisenhardt Neues von ihr. Die Vernissage beginnt um 16 Uhr.

Für die Ausstellung in Wiesenburg hoffen die Organisatorinnen auf großes Interesse und viele Besucher. Geöffnet ist samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Donnerstag und Freitag kann man sich bei Bedarf einen Termin bei Sarah Schultz unter 0176-34492692 vereinbaren. Die Finissage am 24. 10. wird etwas Besonderes sein. Dann werden Künstler aus dem Oderbruch mit einem spannenden und humorvollen Programm mit einer musikalischen Lesung zum Gartenkünstler Fürst Pückler begrüßt.

(Artikelfoto: v.l.n.r.: Bernadette Arnaud, Brigitte Hessler, Anne-Francoise Cart, Sarah Schultz, Helga Holz, Johanna Huthmacher)

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