Naturparkverein Hoher Fläming e.V.: Bäume alter Obstsorten sind gefragt

Raben. Bereits zum zweiten Mal organisierte der Naturparkverein Hoher Fläming e.V. eine Obstbaum-Sammelbestellung. Lisa Leppek und Juliane Wittig zogen als Organisatorinnen nach dem Termin der Obstbaum-Abgabe am 12. und 13. November ein positives Fazit der diesjährigen Aktion.

Insgesamt 332 Bäume der Sorten Goldparmäne, Prinz Albrecht oder Bunte Julibirne wachsen künftig in verschiedenen Obstgärten im Naturpark Hoher Fläming. Knapp 80 Besteller nutzen die Gelegenheit, an Obstbäume besonderer Sorten zu kommen.

„Hasenkopf ist eine alte Winterapfelsorte, die in diesem Jahr besonders nachgefragt war“, berichtet Juliane Wittig. Diese Sorte war bereits im Sortiment der Baumschule Gebbers aus Wiesenburg 1937/38 aufgeführt.

Der Naturparkverein möchte mit der Aktion den Anbau alter, regionaler Obstsorten fördern. „Es besteht zunehmend Interesse daran, alte Streuobstwiesen durch Nachpflanzungen zu erhalten oder neue Streuobstwiesen anzulegen“, freut sich Lisa Leppek. Denn Streuobstwiesen prägen nicht nur das Landschaftsbild, sondern sind wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tierarten und tragen zum Erhalt der Biodiversität bei.

Wer perspektivisch eine Streuobstwiese neu anlegen möchte, kann sich bei Lisa Leppek melden, denn sie zeichnet im Naturparkverein für Landschaftspflege verantwortlich und betreut auch den regionalen Flächenpool:

„Im Rahmen von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen ist es möglich, sich die Anlage einer neuen Streuobstwiese finanzieren zu lassen.“

Doch auch über die Förderung von Pflegemaßnahmen oder Ersatzpflanzungen bereits bestehender Streuobstwiesen kann die Landschaftpflegerin informieren.

Die Obstbaum-Sammelbestellung ist auch für das nächste Jahr wieder geplant. „Wir haben ein sehr positives Feedback bekommen“, sagt Juliane Wittig erfreut. Dank der Abholung in Zeitfenstern blieb in diesem Jahr mehr Zeit für persönliche Gespräche und Beratung:

„Das war nicht nur für uns entspannter, auch die Gäste wussten die kürzere Wartezeit zu schätzen“.

Parallel zur Obstbaumaktion des Naturparkvereins organisierte Elisa Kallenbach von der Naturparkverwaltung die passenden Seminare zum Obstgehölzschnitt mit Baumpfleger Stephan Koch aus Bad Belzig.

Wer noch das milde Herbstwetter und den bevorstehenden Regen für die Pflanzung eines Obstbaumes nutzen möchte, kann sich in Raben telefonisch unter 033848 60004 melden. Zwei Obstbäume sind von der Aktion übrig geblieben: Klarapfel und Ontario suchen noch einen Abnehmer. Die Halbstämme kosten 32,75 Euro und sind bis zur Abholung sicher eingeschlagen.

(Naturparkverein Hoher Fläming e. V. | Artikelfoto: Lisa Leppek mit den übrig gebliebenen Obstbäumen vor der Kirche von Raben)

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