Filmmusik mit Gewitter im Wiesenburger Park

Wiesenburg. Eine enorme Gewitterhusche versetzte die Musiker und auch das Publikum im Wiesenburger Park kurzzeitig in Angst und Schrecken. Etwa eine Stunde vor Konzertbeginn regnete und stürmte es, was das Zeug hält. Die Zelte mussten festgehalten werden und die Noten flogen teilweise über die Wiese. Alles musste erst abgebaut und dann wieder aufgebaut werden. Aber die Zuschauer hielten durch und ein bisschen hatte es sich dann auch abgekühlt. „Zwei Stunden bei 35 Grad wären auch nicht ideal gewesen“, schmunzelte Matthias Wacker von Meier´s Clan.

Das Saxophonquartett war zu Gast im Park im Rahmen der Havelländischen Musikfestspiele. Es war das erste Gastspiel im Wiesenburger Park und das Echo war enorm. Fast 200 Karten wurden verkauft, es war also so gut wie ausgebucht. Immerhin konnte trotz Gewitter fast pünktlich begonnen werden.

Meier’s Clan wartet mit einem weit gefächerten Repertoire auf. Es enthält Werke von Barock bis Klassik. Auch das Genre Filmmusik nimmt einen breiten Raum ein. Das Quartett interpretiert ebenfalls Ragtime, Charleston, Tango, Standards der Swing- und Jazzgeschichte bis hin zu Songs von den Beatles, Stevie Wonder, Michael Jackson, John Miles, Queen, Adele, Lady Gaga und vielen anderen. Letzteres bekamen die Gäste im Park zu hören. Die meisten der gespielten Titel sind inzwischen zu Hits geworden. Oftmals ist nicht einmal bekannt, dass sie eigentlich aus einem Film stammen. Und kaum ein Stück, welches die Zuschauer nicht kannten. Viele haben ganz besondere Verbindungen zu den Musiktiteln. So hatte der Film „Tootsie“ mit Dustin Hoffmann, dessen Titelmelodie zu hören war, im Erscheinungsjahr 1982 großen Einfluss auf die Namensgebung von Neugeborenen. Viele Eltern nannten ihre Söhne daraufhin Dustin. Auch „Time of my life“ aus „Dirty Dancing“ begeisterte. „Es soll ja Menschen geben, die bei diesem Film jeden Satz mitsprechen können“, so Matthias Wacker, Leiter des Quartetts, bei seiner Ankündigung augenzwinkernd.

Für die kulinarische Versorgung vor und während des Konzerts sorgte der Parkförderverein mit Wein, Bowle, Kuchen und Snacks. Kurz vor Ende des ersten Abschnittes des Konzerts zeigte das Regenradar den nächsten Schauer an. Kurzentschlossen verzichteten die Musiker auf ihre geplante Pause, um den Gästen wenigstens die meisten Titel zu Gehör bringen zu können. Ein wirklich einmaliges Erlebnis. Die eigenen Arrangements verliehen den Musikstücken eine ganz persönliche Note.

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