Bad Belzig. Heidrun Jordan aus Bad Belzig ist vielen Menschen in der Region bekannt. Aus der Zeit ihres Berufslebens als Kinderkrankenschwester, der Gedichte wegen, die sie schreibt, und wegen ihres unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatzes auf vielerlei Gebiet. Als Lese-Oma besucht sie Kinder, in der Selbsthilfegruppe Fibromyalgie Bad Belzig ist sie unermüdlich tätig und neuerdings auch im Bad Belziger Seniorenbeirat. Gern besucht die Ruheständlerin auch die regelmäßigen Treffen des Frühstückstreffs „Lebenswer(t)k“ in Bad Belzig.
Zum Weihnachtsfrühstück kam sie dieser Tage nicht mit leeren Händen. Drei Gedichte aus ihrem umfangreichen Repertoire hatte die Bad Belzigerin ausgewählt, um sie vorzutragen. Zu jedem Gedicht brachte sie außerdem für alle Teilnehmer kleine Bastelleien mit – Herzen, Sterne und Engel. Bastelleien, die sie zuvor zusammen mit ihren Enkeltöchtern Emely und Romy genäht und gefaltet hatte.
Stoffherzen näht die 71-Jährige mittlerweile seit mehr als vier Jahren. „Die Idee entstand während einer Buchlesung mit dem Friedensbrotbäcker Dietmar Plentz in der Bad Belziger Reha-Kapelle“, erinnert sich Heidrun Jordan.
Zählen tut die Bad Belziger die Stoffherzen schon lange nicht mehr, die sie mit geschickter Hand näht. Die Nähmaschine, ein Geschenk zu ihrer Hochzeit vor 48 Jahren, steht im Hause Jordan jedenfalls selten still. „Mittlerweile habe ich mehr als 3.000 Herzen genäht und verschenkt“, sagt Heidrun Jordan lächelnd.
Mal sind die kleinen Herzen die sie näht und verschenkt bunt geblümt, mal gepunktet, kariert oder gestreift; dann wieder unifarben in rosa, rot, blau, lila, gelb oder grün. Je nachdem, welche Stoffe ihr gerade zur Verfügung standen. Mal hat sie sie als Mutmacher und Seelentröster verschenkt, dann wieder als Symbol des Dankes oder als kleinen Gruß zwischendurch. Jedes einzelne für sich, wurde dabei zu einem Freudespender. In doppelten Sinn sogar. Heidrun Jordan erklärt, dass die Handarbeiten sie von ihrer Erkrankung und den damit einhergehenden Schmerzen ablenken.
Aber auch ihre Sterne haben es in sich. Mehr als 1.000 hat sie mittlerweile genäht und andere von der Idee, mit ihnen Freude zu verschenken, angesteckt. Die Herzen, Sterne und Engel, die die 71-Jährige im Frühstückstreff „Lebenswer(t)k“ verschenkt hat, werden Weihnachten am Weihnachtsbaum zusätzlich dafür sorgen, dass viele Menschen sich in Gedanken ganz nah sind.
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