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Wiesenburg: Weltgebetstag 2025 von den Cookinseln

Wiesenburg. Der Weltgebetstag der Frauen hat seinen Ursprung 1887 in den USA, als Mary Ellen Fairchild James aus Brooklyn, New York, zu einem Tag des Gebets für die Inlandsmissionen aufrief.

Später organisierten methodistische Frauen eine Woche des Gebets für die Auslandsmissionen. Ziel ist, dass Frauen und Mädchen überall auf der Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können. So wurde der Weltgebetstag in den letzten 130 Jahren zur größten Basisbewegung christlicher Frauen. In den Vorbereitungsteams sind Frauen verschiedener christlicher Konfessionen und Altersgruppen aktiv. Ökumenisches Miteinander wird beim Weltgebetstag seit Jahrzehnten ganz selbstverständlich gelebt. In diesem Jahr wurde er am 7. März begangen, vorbereitet von Frauen der Cook-Inseln. Sie luden an diesem Tag zum Zusammensein und gemeinsamen Gebet ein.

Auch in den Kirchengemeinden unserer Region wird der Weltgebetstag gefeiert. Wie in Wiesenburg. Pfarrer Stephan Schönfeld erzählte in einem Lichtbildervortrag etwas über die Inselgruppe im Pazifik. Dort leben etwa 15.000 Menschen.

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Die Cook Inseln

Ein erster Blick auf die 15 weit verstreut liegenden Inseln könnte dazu verleiten, das Leben dort nur positiv zu sehen. Es ist ein Tropenparadies, und der Tourismus der wichtigste Wirtschaftszweig. Trotz zum Teil auch problematischer Missionierungserfahrungen wird der christliche Glaube auf den Cookinseln von gut 90 Prozent der Menschen selbstverständlich gelebt und ist fest in ihre Tradition eingebunden. Am Weltgebetstag wurde eingeladen, die Welt mit den Augen der dortigen Bewohner zu sehen und sich auf ihre Sichtweisen einzulassen.

Die Christinnen der Cookinseln sind stolz auf ihre Maorikultur und Sprache, die während der Kolonialzeit unterdrückt war. Und so finden sich Maoriworte und Lieder in der Liturgie wieder. Nur zwischen den Zeilen finden sich auch die Schattenseiten des Lebens auf den Cookinseln. Es ist der Tradition gemäß nicht üblich, Schwächen zu benennen, Probleme aufzuzeigen, Ängste auszudrücken. Selbst das große Problem der Gewalt gegen Frauen und Mädchen wird kaum thematisiert.

Wunderschön sind die 15 Inseln. Doch ein Teil von ihnen – Atolle im weiten Meer- ist durch den ansteigenden Meeresspiegel, Überflutungen und Zyklone extrem bedroht oder bereits zerstört. Welche Auswirkungen der mögliche Tiefseebergbau für die Inseln und das gesamte Ökosystem haben wird, ist unvorhersehbar. Auf dem Meeresboden liegen wertvolle Manganknollen, die seltene Rohstoffe enthalten und von den Industrienationen höchst begehrt sind. Die Bewohner*innen der Inseln sind sehr gespalten, was den Abbau betrifft – zerstört er ihre Umwelt oder bringt er hohe Einkommen.

So erfuhren die Besucher des Weltgebetstages viel Wissenswertes über die Lebensweise auf den Cook- Inseln. Gemeinsam wurde gesungen und gebetet. In Wiesenburg ist es Tradition, das Speisen aus dem jeweiligen Land zubereitet werden. Diese werden zum Abschluss der Veranstaltung gemeinsam verzehrt und es kommt zu vielen Gesprächen untereinander.

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