Lütte. Nach einer 6000 bis 8000 Kilometer langen Reise aus dem Winterquartier in der Südsahara ist der Wiedehopf nun wieder in Brandenburg zurück, um die Sommerzeit hier zu verbringen, zu brüten und Jungvögel aufzuziehen.
Über die Hälfte seiner Population in Deutschland lebt in Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Der Exot unter den Zugvögeln begeistert viele Menschen, nicht nur Bernd Willmann und Martin Sehrig aus Groß Briesen, die seit zirka sechs Jahren unermüdlich an dem perfekten Nistkasten für diese schöne Vogelart zimmern. Mittlerweile konnten über 220 Kästen gebaut, verteilt und aufgestellt werden.
Guido Leutenegger des Landwirtschaftsbetriebes „Großtrappenhof“ in Lütte lud die Dorfbewohner zu einem Vortrag ein, den Willmann und Sehrig mit vielen Videos, Fotos und persönlichen Anekdoten kurzweilig gestalteten.
„Ich bin ein begeisterter Ornithologe und war schon immer fasziniert von dieser Vogelart. Bei uns in der Schweiz ist der Wiedehopf eine absolute Seltenheit. Mit großer Freude konnte ich feststellen, dass allein auf dem Gelände unseres Betriebes drei Paare sind“, erzählte Leutenegger stolz.
Der überfüllte Gemeinderaum zeigte das große Interesse der geladenen Dorfbewohner. „Das ist eine tolle Sache, wie sich Bernd und Martin in ihrer Freizeit mit viel Fachwissen und Enthusiasmus für diese Vogelart einsetzen“, so Leutenegger.
„Unser Landwirtschaftsbetrieb „Großtrappenhof“ folgt einem anspruchsvollen Betriebskonzept. Wir wollen Nahrungsmittelproduktion und Förderung der Biodiversität miteinander verbinden. Vor allem sind wir Pächter von Leuten aus dem Dorf, die uns ihr Land vertrauensvoll zur Verfügung stellen. Der Wiedehopf ist ein Vogel, der die Menschen fasziniert und berührt. Das hat man während des Vortrages gespürt“, lobte er den Abend mit Willmann und Sehrig.
Ab sofort können nun auch im Hofladen des Großtrappenhofes Nistkästen begutachtet und bestellt werden. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, sich am 18. Mai beim stattfindenden Hoffest des Betriebes zu informieren.
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