Klein Glien. Die Fläminger Kreativsause ist ein Knowledge-Festival für alle, die unsere Region kreativ, nachhaltig und gemeinschaftlich gestalten wollen – als Leuchtturmprojekt eingebettet in die Kulturellen Ankerpunkte im Hohen Fläming.

In diesem Jahr stehen vier Themen im Mittelpunkt: Umwelt & Natur, Digitalisierung, Gesellschaft und Kreativität & Kultur.
Erstmals ist das gesamte Programm kostenfrei. Nur für eventuelle Übernachtungen und Verpflegung muss bezahlt werden. Über 70 Workshops und Aktionen machen Wandel erlebbar – von „Ameisenkolonien und was die mit Künstlicher Intelligenz zu tun haben“ über die „Schule der Zukunft“ bis zu „Smarten Haltestellen im ländlichen Raum“. Kinder lernen, wie die Natur als Vorbild für Digitalisierung dient. Erwachsene beschäftigen sich mit der Gründung von Unternehmen. Ein Teil des Programms richtet sich gezielt an junge Menschen.
Am Montag wurde die Kreativsause offiziell eröffnet. Trotz strömendem Regen hatten sich etliche Gäste eingefunden. Stefan Ratering, Geschäftsführer des Naturparkvereins, der Träger des Projektes ist, begrüßte die Gäste. Zu ihnen gehörte unsere Landtagsabgeordnete Melanie Balzer und Bad Belzigs Bürgermeister Robert Pulz, denn Klein Glien ist ein Ortsteil der Stadt.

„Die Einladung zur Fläminger Kreativsause verstehe ich auch als ein Nachdenken darüber, was unsere Gesellschaft zusammenhält. Was sie lebendig macht – Kultur und Kreativität zum Beispiel! Kultur ist kein Luxus. Sie ist nicht das Sahnehäubchen, das man sich leistet, wenn sonst alles läuft. Kultur ist das, was uns verbindet, was uns inspiriert, was Räume füllt mit Bedeutung“, sagte Melanie Balzer in ihren Begrüßungsworten. Die Fläminger Kreativsause ist eingebettet in das Projekt „Kulturelle Ankerpunkte“, ins Leben gerufen vom Brandenburger Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kultur im Jahr 2021. Das Kulturministerium fördert den Ankerpunkt Hoher Fläming mit insgesamt 225.500 Euro (2024: 75.500 Euro; 2025: 75.500 Euro und 2026: 74.500 Euro). Dadurch ist die Kreativsause für die kommenden drei Jahre gesichert. Im Landtag wurde gerade vor Kurzem der Haushalt für 2025 und 2026 beschlossen. Und Melanie Balzer ist froh, dass die Brandenburger Abgeordneten sich kein Beispiel an den Berlinern genommen haben. Denn im Kulturbereich gab es in diesem Brandenburger Haushalt keine Kürzungen.
Aber auch Landkreis und Stadt beteiligen sich an der Finanzierung. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark ist mit 8.000 Euro pro Jahr und die Stadt Bad Belzig mit 15.000 Euro pro Jahr beteiligt. Das hob auch noch einmal Robert Pulz hervor. Er ist stolz über die Vielfalt der Themen, die angeboten werden. Besonders auch über die Angebote für Kinder und Jugendliche. Deshalb sind auch Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Schule aus Bad Belzig mit dabei.

Iris Wolfer dankte ganz besonders allen Beteiligten. Viele neue Akteure sind in diesem Jahr dabei, was die hohe Anzahl an Workshops zeigt. Bisher haben knapp 500 Teilnehmer angemeldet. Man kann aber auch ganz spontan kommen. Und es ist für jeden etwas dabei. Zum Beispiel gibt es einen Tante Emma 4.0 Workshop für regionale Selbstversorgung. Gerade auf dem Land ein sehr wichtiges Thema.
Ein weiterer beschäftigt sich mit der Vermehrung von Saatugut. Auch gibt es eine Wildkräuterwanderung, im Anschluss derer Kräuteröle und Tinkturen hergestellt werden.
Für alle Hobbyfotografen ist dieses wohl interessant: Pflanzenfotografie. Wie lassen sich Pflanzen und Natur kreativ ins Bild setzen – jenseits der klassischen Makrofotografie neu denken? Aber auch das Angebot für Kinder ist vielfältig und da gerade Ferein sind, sicher auch erlebnisreich. So gibt es den Papppalast, bei dem ein Kartonschloss zum Leben erweckt wird. Auch können Lampenschirme gebaut werden. In diesem kreativen Workshop entwerfen alle gemeinsam individuelle Motive, schneiden sie mit dem Lasercutter aus Pappe und Papier aus und bringen sie anschließend mit bunten LEDs zum Strahlen.
Das komplette Programm findet man auf: www.flaeminger.kreativsause.de/programm-2025/
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