Jeanine Dziubas, Bardenitzer Hausbodenverein, Bardenitz

Bardenitzer Hausbodenverein seit 100 Tagen mit neuer Vorsitzenden Jeanine Dziubas

Bardernitz. Der Treuenbrietzener Ortsteil Bardenitz, zu dem auch die Dörfer Pechüle und Klausdorf gehören, gilt über die Region hinaus als Vorzeigeort mit einer starken Dorfgemeinschaft, vielen engagierten Einwohnern und einem aktiven Vereinsleben. Einer dieser Vereine ist der Bardenitzer Hausbodenverein. Seit gut 100 Tagen wird der Verein von Jeanine Dziubas geführt.

Die 39-jährige Mutter von vier Kindern wurde gemeinsam mit Ihrem Stellvertreter Christoph Höhne Anfang September 2025 auf einer Mitgliederversammlung einstimmig gewählt. Zum Vorstand gehören noch die Schatzmeisterin Claudia Dittmann und die Schriftführerin Claudia Marx, die ebenfalls einstimmig gewählt wurden.

Bis auf Christoph Höhne, der schon davor stellvertretender Vereinsvorsitzender war, haben die drei Neugewählten bisher keine Erfahrung mit der Vorstandsarbeit sammeln können. „Daher bin ich froh, dass Christoph wieder mit zum Vorstandsteam gehört. Seine Erfahrung wird uns den Einstieg enorm erleichtern“, sagte Jeanine Dziubas gegenüber Fläming 365:

„Besonders toll ist zudem, dass die ehemalige Vorsitzende, Sandy Halling, uns weiter beratend zur Seite steht. Sie hat den Verein sehr engagiert geführt und immer frische Ideen mit einfließen lassen. Ohne ihre Bereitschaft, uns zu unterstützen, könnte ich es mir kaum vorstellen, Vorsitzende zu sein, obwohl wir mit Claudia Dittmann und Claudia Marx ein starkes Team haben.“

Für das kommende Jahr plant der Verein weiterhin die saisonale Eröffnung seines ehrenamtlich betriebenen Dorf-Cafés. Jedes Jahr ist das Café von April bis September im Dorfgemeinschaftshaus für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Von 14 bis ca. 17 Uhr gibt es von den Frauen aus Pechüle und Bardenitz gebackenen Kuchen, alkoholfreie Bowle und frischen Kaffee. Oft gibt es auch Torten und Kekse dazu.

Bardenitzer Hausbodenverein, Bardenitz
An ansprechende Deko wird im Café des Bardenitzer Hausbodenvereins immer gedacht.

Zu besonderen Anlässen ist auch der Hausboden geöffnet, dem der Verein seinen Namen verdankt. „Das ist unser Museum. Es befindet sich auf dem Spitzboden des Dorfgemeinschaftshauses und ist mehr als nur eine Heimatstube. Drei unserer Mitglieder bieten dort auch außer der Reihe Führungen an. Derzeit werden dort nach und nach alle Ausstellungsstücke digital erfasst“, erzählt Jeanine Dziubas. „Wir wollen mit der Zeit gehen, um auch junge Menschen anzusprechen. Im vergangenen Winter waren sogar zwei Schulklassen aus der Türkei bei uns zu Besuch.“

Generell investiert der Verein jedes Jahr nicht unerhebliche finanzielle Eigenmittel in das Museum und das Gebäude, welches der Stadt Treuenbrietzen gehört. Im vergangenen Jahr wurde mit Hilfe von Fördermitteln eine neue Beleuchtung im Museum eingebaut (Fläming 365 berichtete). Der Eigenanteil kam aus der Vereinskasse.

Dieses Jahr wurde die Treppe zum Hausboden aufwändig instandgesetzt. Dies war nötig, weil die unteren Treppenschwellen morsch waren. „Der Verein hat die Instandsetzung finanziell alleine gestemmt“, so Dziubas.

Im kommenden Jahr soll mit Unterstützung von Fördermitteln der Teich vor dem Dorfgemeinschaftshaus von Grund auf saniert werden. Es soll eine klinkerne Uferumrandung geben und das ganze Ensemble zwischen Dorfgemeinschaftshaus, altem Feuerwehrspritzenhaus mit Storchennest sowie Backofen soll aufgewertet werden.

Bardenitzer Hausbodenverein, Bardenitz, Dorfgemeinschaftshaus Bardenitz
Im Dorfgemeinschaftshaus Bardenitz werden Kuchen und Torten während der Café-Saison auch gekühlt präsentiert.

Im Backofen wird mehrmals im Jahr Brot und Blechkuchen frisch gebacken und zum Verkauf angeboten. „Die Männer, die den Ofen schon einen Tag vorher bei jedem Wetter anheizen, haben eine große Verantwortung. Die machen so einen guten Job, den fast niemand sieht“, schwärmt Jeanine Dziubas.

Auch die drei Hauptveranstaltungen des Vereins, die Eröffnung der Café-Saison am 19. April 2026, das Pilzfestival am 26. und 27. September 2026 und das Schlachtefest am 19. Oktober 2026, sollen wieder stattfinden:

„Unsere 42 Vereinsmitglieder organisieren sich selbständig, und wir haben immer genug Helfer. Somit hat niemand das Gefühl, dass es eine Pflichtaufgabe ist. Ich glaube, dass ist eines unser Geheimnisse: Jede und jeder macht nur soviel wie er kann und alles ist kein Muss.“

Auf die Frage, was sie sich persönlich für das kommende Jahr wünscht, antwortete Jeanine Dziubas:

„Unser Dorfcafé soll ein Treffpunkt nicht nur für die Älteren, sondern noch mehr für junge Familien sein. Deswegen haben wir jetzt zwei Hochstühle für Kinder angeschafft und ich möchte auch noch Spielzeug für Kinder organisieren.“

(Alfred Franke | Artikelfoto: Jeanine Dziubas erhält nach ihrer Wahl zur Vorsitzenden des Bardenitzer Hausbodenvereins Glückwünsche und Blumen)

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