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Fördermittelberatung in Wiesenburg

Reetz, Wiesenburg. Ohne Fördermittel geht heute fast nichts. Nicht nur Ämter und Gemeinden, sondern vor allem auch Vereine in den Dörfern haben Pläne für die Gemeinschaft und ihren Ort. Was immer fehlt, ist die Finanzierung. Aber welche ist geeignet? Wohin kann man sich wenden? Für all diese Dinge gibt es jetzt in der Gemeinde Wiesenburg/Mark eine Fördermittelberatung. Diese wurde auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung in Reetz vorgestellt.

Nach der „Aktiven Regionalentwicklung“ hat die Gemeinde eine Folgeförderung eingeworben. Sie heißt „Absorptionsfähigkeit von Fördermitteln in strukturschwachen Räumen stärken“. Kein besonders aussagefähiger Begriff für die meisten.

Worum geht es also?

„Es geht in diesem Modellprojekt zum einen darum, dass wir investive Mittel zur Verfügung haben, für unsere Gemeinde und unseren Partnerkommunen, und dadurch Planungen vorantreiben können. Einige Beispiele sind der B-Plan Brauerei, der Bikepark, der Schulanbau und die TKO Halle für das Drahtwerk. In Dahnsdorf gibt es Unterstützung für ein B-Plan im Arthok, genauso wie für die Alte Hölle und eine Machbarkeitsstudie für den Handwerkerhof in Görzke. Dies schafft die Voraussetzung, einen investiven Förderantrag zu schreiben. Baugenehmigung ist eben überall Pflicht“, erklärt Anne Eilzer. Sie wird gemeinsam mit Laura Ryll, Regionalmanagerin der Gemeinde, diese Beratungen durchführen.

Aber viele wissen nicht, wie und wo sie so einen Antrag stellen können. Oftmals ist das Ausfüllen auch nicht einfach. Und dann stellt sich auch die Frage – betrifft es unser Projekt? Passt es in die Förderrichtlinien?

Deshalb will die Gemeinde eine Fördermittelberatung aufbauen und nach Möglichkeit verstetigen, um Vereine, engagierte Menschen aus den Dörfern, Gründern, Initiativen usw. eine erste Anlaufstelle zu sein, um erstmal auf die „Idee“ zu schauen. „Wir unterstützen in der Entwicklung der Idee, suchen die rechten Fördermittel, helfen beim Antrag, unterstützen bei der Durchführung und Abrechnung und Nachweisführung“, so Anne Eilzer.

Ziel ist die Befähigung der Engagierten auf diesem Gebiet aufzubauen und zu festigen, ebenso die Weitergabe von Wissen und Erfahrung, um die Hemmschwelle zum Paralleluniversum „Förderung“ abzubauen. Das große Netzwerk der Gemeinde ermöglicht auch eine gute Vermittlung an andere Stellen. Alles soll aber kein Konkurrenzangebot zur LAG sein.

„Wir wissen, dass es immer schwieriger wird, den Eigenanteil bei geförderten Projekten aufzubringen. Hier muss man schauen, ob sich Vereine finden, das Ortsteilbudgets eingesetzt werden kann oder man ein Programm mit sogenannter „Muskelhypothek“ nutzt“, erklärt Anne Eilzer. Man wisse aber auch, dass in den Orten zum Teil dicke Bretter gebohrt werden müssen, sei aber auch der Meinung, dass kleinteilige Sachen die Gemeinschaft, die Vereinsstruktur und Ehrenamt stärken.

Gefördert wird die Beratung durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen aus dem Programm Region gestalten.

 

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