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Bad Belzig gießt

Bad Belzig. Der Klimawandel und die heißen Temperaturen im Sommer machen auch vor den Stadtbäumen in Bad Belzig nicht halt.

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Wassertanke am Marktplatz

Besonders leiden die, die mitten in der Stadt stehen. Nach dem Winter ist es besonders kritisch, da die Bäume alle Kraft für den Austrieb brauchen. Die Bäume verschönern nicht nur die Straßen, sondern sind an heißen Tagen auch Schattenspender. Zur Unterstützung für die Bäume hat neuland 21 und die Werkstatt für lebenswerte Zukunft Bad Belzig mit vielen Kooperationspartnern eine Initiative gestartet:

„Gießheld:innen gesucht – Bad Belzig gießt!“

„Wir haben die Stadt gefragt, wo sie zum Thema Klima Unterstützung brauchen“, erklärt Anna Momburg von neuland21.  Bereits im vergangenen Jahr wurden Klimaanpassungsmaßnahmen von den Stadtverordneten beschlossen, die nun umgesetzt werden sollen und müssen. „Ein besonderes Augenmerk wollen wir auf das Stadtgrün lenken“, so Anna Momburg. Viele Akteure machen bereits etwas zum Thema Wasser, aber allein ist es nicht zu schaffen, man braucht die Unterstützung der Bürger. Gemeinsam mit der Kreisvolkshochschule wurde am 23. April deshalb zu einem Stadtspaziergang eingeladen. Ziel war es herausfinden, wie es den Bäumen in Bad Belzig nach dem Winter geht.

Begleitet wurde der Spaziergang von Karina Tischer aus dem Sachbereich Grünflächen und Umwelt der Stadt. Mit viel Fachwissen und Begeisterung führte sie durch die Stadt und stellte die unterschiedlichen Bäume entlang der Route vor – von der jungen Robinie auf dem Marktplatz über die drei Linden am Eiscafé und den Spielplatz am Maierhof bis hin zu den Moorbirken in der Nähe der Polizei. Auch die Birken am Spielplatz neben dem Freibad wurden in Augenschein genommen. Abschließend ging es zu den sogenannten Klimabäumen am Kulturzentrum, die das Gelände langfristig in einen Park verwandeln sollen. Alle diese Standorte sind mit Bodensensoren der Wassermeisterei ausgestattet. Mithilfe der sogenannten „Wasserkarte“ lässt sich nachvollziehen, ob die Böden ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt sind. Mit Hilfe eines QR-Codes kann man gleich am Standort sein Handy zücken und nachschauen. Damit die Bürger den Bäumen auch gleich helfen können, gibt es in der Stadt bereits zwei Wassertanken. Eine steht direkt auf dem Marktplatz, die andere im Klinkengrund.

Zusätzlich gibt es im Rahmen des Projektes viele Workshops, um das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten und ein Bewusstsein dafür zu schaffen.  Im Moment liegt der Fokus vor allem auf den jungen Bäumen, aber auch auf denen, die bei vielen Menschen direkt vor der Haustür stehen. Auf der Internetseite beteiligung.bad-belzig.de können die Bürger nachsehen, welche Bäume gegossen werden sollen und eintragen, welche Bäume sie gegossen haben. Dafür hat die MitMachWerkstatt „Gießheld:innen – Ausweise“ angefertigt. Diese kann man sich abstempeln lassen. Am Jahresende gibt es für die meisten Gießaktionen und Beteiligungen auch eine kleine Aufmerksamkeit.

Was war nun das erste Ergebnis des Spaziergangs?  Für jeden Standort gibt es den passenden Baum. Ob stark versiegelte Flächen oder grüne Oasen – auch in Bad Belzig sind die Bedingungen vielfältig. Entsprechend groß ist die Bandbreite der gepflanzten Arten. Vor allem an Spielplätzen wurden in den vergangenen Jahren viele junge Bäume gesetzt. Deren anfängliche Pflegephase ist inzwischen abgeschlossen – jetzt sind sie auf Unterstützung der Bürger und Bürgerinnen von Bad Belzig angewiesen. Auch der Bauhof der Stadt ist hier im Einsatz, doch brauchen sie bei dieser Aufgabe dringend noch helfende Hände. Hat ein Baum die ersten fünf Jahre gut überstanden, stehen seine Chancen sehr gut, dauerhaft zu gedeihen.

Zum Abschluss des Tages erläuterte Daniel Diehl im Kulturzentrum noch einmal die Wassersensoren. Diese befinden sich nicht nur in Bad Belzig, sondern inzwischen auch an verschiedenen anderen Orten der Region.

Nähere Informationen zu der Aktion gibt es auf der Homepage: beteiliging.bad-belzig.de

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