Sandberger straße, bad belzig

Lückenschließung in der Sandberger Straße in Bad Belzig nimmt Gestalt an

Bad Belzig. Seit vielen Jahren gibt es in der Sandberger Straße eine Baulücke. Vor mehr als 30 Jahren wurde dort ein Gebäude abgerissen, obwohl es vielleicht hätte erhalten werden können.

Sandberger straße, bad belzig
Das Bauareal

Das Areal grenzt an die ehemalige Stadtmauer und hat so auch eine historische Bedeutung.  Das Wohnhaus prägte die Standansicht der Sandberger Straße seit der Mitte des 17. Jahrhundert. Nun soll die Lücke wieder geschlossen werden mit einem ambitionierten Projekt. Entstehen soll ein Wohnhaus mit einer Begegnungsstätte. Eine gute Idee, so das Echo der Stadt selbst und der Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung. Die Nachfrage sei da und das Risiko liege nicht bei der Stadt. Sollen neben der Begegnungsstätte doch auch altersgerechte Wohnungen entstehen. Das ist in Zeiten zunehmender Alterung der Bevölkerung ein wichtiger Punkt, denn Wohnraum ist knapp. Die Bauherrinnen und Bauherren haben eigens für dieses Projekt den Verein WürdeVoll e.V. gegründet. „Das denkmalgeschützte Gebäude Nr. 13 lässt keinen Spielraum zur Erweiterung von Nutzflächen. Der über ein zwischengeschaltetes Treppenhaus, mit EG und 1.OG verbindendem Aufzug, an das Denkmal angeschlossene Neubau, wird daher mit ungewöhnlich großer Gebäudetiefe geplant, um die notwendigen Flächen unterbringen zu können. Daraus ergeben sich Planungsansätze, die zu Abweichungen von der Gestaltungssatzung führen. Mit der ausnahmsweisen Zulassung der projektierten Dachform kann die Umsetzung der gestalterischen Grundsätze zur Erhaltung der historischen Altstadt und das angestrebte Erscheinungsbild am besten vereinbart werden“, heißt es in der Erklärung dazu.

Im Frühjahr wurden die Grundstücke nun durch die jetzige Eigentümerin erworben. Kurzfristige Sicherungen stoppten den weiteren Verfall. Verschiedene Planungsstände wurden abgestimmt, denn es gab sowohl städtebauliche als auch denkmalrechtliche Dinge zu beachten. Der Entwurf, der den Stadtverordneten vorlag, stellt demzufolge einen Kompromiss dar, mit dem alle leben können. Die einzelnen Bestandteile und Elemente des Bauvorhabens sind in dieser Planungsphase noch nicht detailliert beschreibbar. Deshalb bitten die Bauherren, das Projekt als Gesamtheit zur Kenntnis zu nehmen und zu befürworten.

Das taten die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung dann auch. Schließlich ist das Projekt ein wichtiger Baustein zur weiteren Sanierung der historischen Altstadt.

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