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Kümmern um die Bad Belziger Altstadt

Bad Belzig. In den meisten Innenstädten vollzieht sich ein Wandel, sowohl in Großstädten als auch in kleinen wie Bad Belzig.

Geschäfte stehen leer, Einkaufszentren verlagern sich zunehmend an die Stadtränder. So ist es zwingend notwendig zu schauen, wie man die Innenstädte wieder attraktiver gestalten kann. Eine lebendige und vitale Innenstadt zu fördern hat sich auch Bad Belzig als Modellstadt der Landesinitiative „Meine Stadt der Zukunft“ auf die Fahnen geschrieben hat. Für die Koordination und Umsetzung des Altstadtmanagements wurde das Büro complan Kommunalberatung aus Potsdam auf Grundlage einer Ausschreibung gewonnen. Seit Juni 2024 sind Birgit Würdemann und Theresa-Maria Höhne nun Altstadtkümmerinnen für Bad Belzig. Die Finanzierung erfolgt über Städtebaufördermittel des Programms Lebendige Zentren und ist bis Ende 2026 gesichert.

Was ist also inzwischen passiert? Darüber informierte Birgit Würdemann auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Regionalentwicklung der SVV Bad Belzig. An erster Stelle stand erst einmal eine Bestandsaufnahme. Dabei nahm das Leerstandsmonitoring eine obere Priorität ein. Über mehrere Monate wurde beobachtet, wie sich der Leerstand entwickelte. Viele Gespräche mit Immobilieneigentümern wurden geführt. Geplant ist demnächst ein Kamingespräch mit diesen und dem Bürgermeister. 2025 fand eine Zukunftswerkstatt statt, bei der Vorstellungen und Wünsche für die Stadt festgehalten wurden. In Kooperation mit der Zukunftswerkstatt wurde verschiedenes ausgetestet, wie die Innenstadt belebt werden kann. Dazu gehören der Marktplatzsommer, die Übernahme des Kunstbummels und ein Pflanzen- und Regionalmarkt. Zum Marktplatzsommer gab es insgesamt acht Veranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen mit Gesang, Tanz, Spielen und Picknick. Zusätzlich wurde durch das Reallabor ein Platz für Begegnungen geschaffen. Der Markt, der zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, stattfand, ist ein kleines, feines Format, welches kleine regionale Anbieter in den Fokus rückte. Er soll auf alle Fälle fortgeführt werden.

Man hat festgestellt, dass es viele aktive Bürger mit Ideen gibt, die auch bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Neue Ideen sind weiterhin gefragt und willkommen, auch für eine Selbstorganisation durch die Bürger. Dazu gibt es jetzt eine Checkliste auf der geprüft werden kann, was alles organisiert und eventuell beantragt werden muss. All das soll mit einem 0-Euro-Budget erfolgen – und das macht auch erfinderisch.

Klar ist, eine Bekanntheit aufzubauen braucht Zeit, und es geht nur gemeinsam. Deshalb sollen alle mit Ideen den Mut haben, auch weiterhin Neues auszuprobieren.

Die Altstadtkümmerei bildet eine Schnittstelle: Sie soll die verschiedenen Ansprüche und Bedürfnisse an eine moderne Innenstadt bündeln, Veranstaltungen und Märkte koordinieren, Akteurinnen und Akteure vernetzen, die Ansiedlung neuer Geschäfte und Angebote unterstützen und weitere Projekte zur Belebung und Verschönerung der Innenstadt initiieren. Welche Projekte und in welchem Umfang umgesetzt werden können, ist auch abhängig davon, ob eine Finanzierung eingeworben werden kann.

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