Sparkassen-Küsse und der Fluch Gottes

Otto und Erna unterhalten sich übern Gartenzaun (Glosse – humorvolle Sicht auf Ereignisse in Niemegk und Umgebung! – Karikatur: Daniel Geißler):

Otto: Ick bin noch ganz happy vom Stadtfest in Niemegk.

Erna: Mensch, war det schön. Da ham ‘se wieder wat richtig Schönes auf die Beene gestellt. Wat hat dir denn am meisten gefallen?

Otto: Sabine!

Erna: Du wieder mit deinen Frauengeschichten! Welche Sabine denn?

Otto:  Na, die Sabine, die so viel Geld hat, dass sie es jeden Tag zählen muss.

Erna: Det kann mich nicht passieren, ick hab’ keens! Da fällt mir ein: Du meinst doch nicht etwa Sabine Wolter aus die Sparkasse?!

Otto: Genau die! Die Sabine, die auf dem Niemegker Stadtfest Küsse verteilt hat. Die war’n sooo süß.

Erna: Ick erinner’ mir, Negerküsse!

Otto: Erna, det heißt Schokokuss! Und nicht Negerkuss!

Erna: Und wenn du mir fragst, wat mich gefallen hat. Ick war beim Peter Bailer und habe das Nageln gelernt. Ich muss ja auch mal een Bild aufhängen können, wenn Du nicht da bist.

Otto: Du erinnerst mich, ich wollte noch nach Dahnsdorf!

Erna: Wat ist denn da los?

Otto: Da soll der Fluch Gottes über das Dorf liegen.

Erna: Nicht wahr! Det is ja schrecklich!

Otto:  Kannste globen! Da hat sich Walter Wieland mit dem Pastor angelegt, weil die Dorfkirche bröckelt!

Erna: Ja. Und!

Otto: Das hat der liebe Gott mitgehört und lässt es aus Fluch nun nicht mehr regnen. Das soll so lange andauern, bis die Kirche eingefallen ist.

Erna: Oh lieber Gott! Mit dem Paster und mit dem lieben Gott sollte man besser Frieden schließen! Da fällt mir ein, ick muss noch Blumen gießen. Tschüss Otto!

Otto: Tschüss, Erna!

Hits: 219