6. Bahnhofsfest in Medewitz

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Wiesenburg/Mark, Medewitz. „Märchenhaftes Medewitz-Hütten“ – oder auch Rotkäppchens Wanderung durch die Orte – unter dem Motto stand das Programm des 6. Medewitzer Bahnhofsfestes. Bei den Vorbereitungen und Proben kam schon der Gedanke, dass es eventuell das letzte große Programm gewesen sein könnte.

Immerhin ist es gar nicht so leicht, sich jedes Jahr etwas Neues auszudenken. „Aber wir haben schon eine neue Idee für das kommende Jahr“, sagt Evelore Burkert, die sozusagen den Hut für das Programm auf hat. „Jetzt bin ich Rentner, jetzt habe ich viel Zeit dafür und auch für den Ort“, schmunzelt sie. Und dass es ihr riesigen Spaß macht, merkte man an ihrer lockeren Moderation. Obwohl sie vorher immer mächtig aufgeregt ist und ein Pressegespräch lieber auf hinterher verlegt.

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Das bemerkenswerte an diesem und anderen Veranstaltungen in Medewitz ist, dass wirklich der ganze Ort mitmacht. Da werden Generationen verbunden. Angefangen vom Frauenchor, in dem meist ältere mitsingen, über die Tänzerinnen der mittleren Generation, den Jugendlichen, die sich für das Fest auch gern mal zum „Affen“ machen bis hin zu den Kindern. Die Frauen backen Kuchen und verkaufen ihn auch, Bernd Pulz kümmert sich um alles Organisatorische, denn es ist immer ein hoher Aufwand, den Platz vorzubereiten. Auch Gastwirt Rainer Hübner aus Medewitzerhütten, der vor noch nicht allzu langer Zeit seinen 60. Geburtstag feierte, ist immer mit dabei und bekam während des Programms auch noch eine kleine Erinnerung an seine Feier. „Mit den Kindern sind wir bestimmt über 60 Personen, die sich beteiligen“, so Evelore Burkert.

In diesem Jahr wanderte das Rotkäppchen durch beide Orte. Mit vielen der Orte, die sie dabei besuchte, verbinden sich Geschichten und Erinnerungen. Diese wurden märchenhaft dargestellt. So traf Rotkäppchen die Zwerge – die waren zwar nur zu fünft, aber lustig anzusehen – Pumuckel, Elfen, Max und Moritz und den „Blumenmän“. Letzterer ist schon öfter mit dem gleichnamigen Lied von Jürgen von der Lippe aufgetreten und provozierte Lachsalven über den teilweise zweideutigen Text. Diese ernteten auch die Jungs mit ihrer Darstellung des Hits „Die Glocken von Rom“, die auch als Partygeck bekannt ist. Und natürlich durften auch die Jüngsten nicht fehlen. Sie waren Schmetterlinge, tanzten, fuhren mit ihren Spielzeugtraktoren zur Erinnerung an das Treckertreffen und waren Blumenkinder bei der Hochzeit des Prinzen, der natürlich im Medewitzer Schloss wohnt. Nach dem Programm wischten sich alle die Schweißperlen von der Stirn, immerhin war es über 30 Grad heiß. Da waren alle froh, dass das Bahnhofsgelände von großen Bäumen umsäumt ist, die zumindest ein bisschen Schatten spendeten.

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