Niemegk: Der Hort „Flinke Eichhörnchen krönte sein Baumfest mit einer Partnerschaftsvereinbarung mit dem Tipidorf und der Eichhörnchen-Auswilderungsstation in Borkwalde

Niemegk. Am Freitag Nachmittag feierte der Johanniter Hort „Flinke Eichhörnchen“ an der Niemegker Robert-Koch-Schule sein Baumfest. Nicht nur die Kinder nahmen teil, sondern auch viele Eltern waren in die Turnhalle gekommen. Gleich zu Beginn sangen die Kinder gemeinsam mit ihren Erzieherinnen „Hallo, hallo, schön dass ihr da seid“. Für die richtige Stimmung sorgten gleich darauf Lennard Maskow aus Niemegk, der seit September ein Freiwilliges Soziales Jahr im Hort absolviert, und die von ihm aufgestellte Tanzgruppe. Ihr Können begeisterte alle Gäste. Sie forderten und bekamen eine Zugabe.

Ein Höhepunkt war die Verabschiedung von Bettina Kracht in den Ruhestand. Über 30 Jahre hatte die 63jährige in der Kindererziehung gearbeitet, davon 23 im Hort. Ihr zu Ehren hatten die anderen Erzieherinnen extra einen neuen Text zur Melodie von „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“ gedichtet. In ihrem Geschenk, ein Liegestuhl, kann sich Kraft künftig ausruhen. Ralf Boost, der Regionalvorstand des Regionalverbandes Potsdam-Mittelmark-Fläming des Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. überreichte einen Rosenstock. Kraft waren die Überraschung und die Freude anzusehen. „Es ist ein komischer Tag, der letzte Tag im Hort“, sagte sie und setze hinzu:

„Wir sehen uns.“

Gemeinsam mit zwei anderen ehemaligen Erzieherinnen will sie immer mal wieder vorbeischauen.

Bettina Kracht wird in den Ruhestand verabschiedet

Der andere Höhepunkt des Baumfestes waren Gäste aus Borkwalde. Aus dem Zauche-Ort waren u.a. die Baumprinzessin Lotta Riemer, als Vertreterin des Tipidorfes Ulrike Petrus und als Vertreter der dortigen Eichhörnchen-Aussiedlungsstation Gerhard Schubert angereist. Gemeinsam mit der Hortleiterin Steffi Andexer und ihre Stellvertreterin Corinna Rühlicke unterschrieben die Borkwalder eine Partnerschaftsvereinbarung. Zuvor hatte die Hort-Band, die aus Kindern und Erzieherinnen besteht, noch den Puhdys-Hit „Alt wie ein Baum“ zum Besten gegeben.

Zurück geht die Idee einer vertieften Zusammenarbeit auf einen Besuch der Niemegker Kinder im Borkwalder Tipidorf am Anfang dieses Sommers. Dort lernten die Kinder den Wald als Spielplatz schätzen und die Eichhörnchen auf der Station kennen. „Wir heißen ‚Flinke Eichhörnchen’, da lag es nahe, die Eichhörnchen-Station zu besuchen“, begründet Andexer den damaligen Besuch:

„Die Kinder waren total begeistert.“

Im August waren sie schon wieder zum Sommerfest im Tipidorf. Man merkt dem Hort an, wie aufgeschlossen man hier gegenüber dem natürlichen Entdeckerdrang der Kinder ist. Kein Zufall also, dass der Hort bereits zum zweiten Mal als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert worden ist.

Nach der Unterzeichnung der Partnerschaftsvereinbarung ging es nach draußen. Die Borkwalder Baumprinzessin hatte nämlich ein Geschenk mitgebracht, eine Blutbuche. Riemer erzählte den Kindern noch, dass fast alle Blutbuchen von einem einzigen Baum abstammen. Noch heute erinnert ein stark verwitterter Stumpf der Mutterblutbuche an den Beginn der Zucht um 1690. Dicht umringt von den Kindern und einigen Eltern pflanzte Riemer schließlich einen der Abkömmlinge in das bereits vorbereitete Loch. Künftig werden die Hortkinder diesen jungen Baum hegen und vor allem gießen. Damit der Baum auch richtig wächst, sangen die Kinder noch ihre Horthymne

Zum Abschluss konnte man sich in der Cafeteria bei Kaffee, Kuchen und Bratwurst diese Hymne noch einmal als Videofilm ansehen. Während der Veranstaltung hatte Andexer schon verkünden können, dass sie mit diesem Film zum Jugendkulturpreis zugelassen sind.

Weitere Informationen findest du in dem Bericht “Partnerschaft zwischen Niemegker Hort „Flinke Eichhörnchen“ und Tipidorf und Eichhörnchen-Auswilderungsstation in Borkwalde besiegelt” auf “Zauche 365”.

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